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Dinslaken
Die ersten zwei Jahre

Dinslaken: Die ersten zwei Jahre
Dinslakens Einkaufszentrum feiert Geburtstag. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Das Urteil fällt Wilhelm Bommann schnell, und es ist eindeutig. Die Dinslakener Innenstadt hat von der Neutor-Galerie profitiert. Davon ist der Hauptgeschäftsführer des Niederrheinischen Einzelhandelsverbandes überzeugt.

Als das Einkaufszentrum vor zwei Jahren feierlich eröffnet wurde, gab es Skeptiker, die Schlimmes für die Geschäfte auf der Neustraße und in der Altstadt befürchteten. Für Bommann haben die Geschäfte in der Neutor-Galerie aber dazu geführt, dass mehr Kaufkraft in Dinslaken geblieben ist. Wenn man die Zahlen der Zeit vor der Eröffnung des Einkaufszentrums mit den Zahlen von 2016 vergleicht, sind sieben Prozent mehr Kaufkraft in Dinslaken verblieben. Auf diesen Zahlen dürfe man sich aber nicht ausruhen, so Bommann. Teile der Dinslakener Bevölkerung verfügen über eine gut gefüllte Geldbörse und diese vorhandene Kaufkraft werde nicht komplett in Dinslakener Geschäften ausgegeben. Und Dank der Neutor-Galerie ziehe man Kunden aus Oberhausen und dem Duisburger Norden an.

Stadt, Einzelhändler und Einkaufszentrum könnten aber noch mehr voneinander profitieren, sagt Bommann. Alle Beteiligten, die sich in den Werbegemeinschaften, im Marketingverein, in den Interessengemeinschaften und beim Stadtmarketing engagieren, ziehen alle Register, um Dinslaken für die Kunden interessant zu machen. "Ich stelle mir aber ein Marketing aus einer Hand vor", so Bommann. Und er verweist auf Wesel, wo vor einigen Jahren eine Marketing-Gesellschaft gegründet und ein City-Manager eingestellt worden ist. Das würde nicht die Selbstaufgabe der vorhandenen Gruppen bedeuten.

Nicht nur die Investition in die Neutor-Galerie sieht Bommann als positiv an. Auch die Bemühungen der Stadt und rechnet dazu die Veränderung des Rutenwalls, den Neutorplatz und den Umbau der Bahnstraße. Das zähle auch dazu, warum Dinslaken attraktiv für auswärtige Kunden sei.

Dem Einkaufszentrum und der Innenstadt wünscht er für die kommenden Jahre die Fortsetzung dieser positiven Entwicklung. Für den Centermanager der Neutor-Galerie, Jeremia Gonzales Martinez, sind in den vergangenen zwölf Monate schon einige Wünsche in Erfüllung gegangen. Im Erdgeschoss konnte man durch neue Mieter eine nahezu volle Belegung erreichen. "Nur noch 30 Quadratmeter trennen uns von einer Vollvermietung im Erdgeschoss." Für das Obergeschoss seien einige potenzielle Mieter auf das Centermanagement zugekommen.

Zum zweiten Geburtstag der Neutor-Galerie gibt es morgen in der Innenstadt einen verkaufsoffenen Sonntag. Zwischen 13 und 18 Uhr sind die Geschäfte geöffnet. Über einen roten Teppich gelangen die Kunden zum Weinfest, belebt wird das Ganze mit Jazzmusik im Erdgeschoss. Bereits heute findet von 10 bis 20 Uhr der Hobbykunsthandwerkermarkt statt.

(mt)
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