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Dinslaken/Bonn
Die Flaschenpost von Ben landet nach vier Jahren in Bonn

Dinslaken/Bonn. Ben Amberge konnte es erst gar nicht glauben, als er den Brief gelesen hatte: Der bald neunjährige Junge aus Eppinghoven hatte eine Antwort auf eine Flaschenpost bekommen, die er am 5. März 2011 abgeschickt hatte. Eine Bonnerin hatte sich jetzt bei ihm gemeldet. "Ich werde im November neun, damals war ich viereinhalb und konnte noch nicht schreiben", erzählt Ben. "Mein Vater hat den Brief für mich geschrieben und hat auch unsere Adresse mit angegeben. Ich habe ein Bild dazu gemalt - einen Sonnenaufgang und Wolken. Den Brief haben wir in eine Flasche gesteckt, und die habe ich hinter unserem Haus in den Rotbach geworfen." "Ich heiße Ben und bin viereinhalb Jahre alt. Ich wohne in Dinslaken und würde mich sehr freuen, wenn du die Flaschenpost findest und mir zurückschreiben würdest", steht in dem Brief.

Jetzt kam tatsächlich eine Antwort. Eine sehr freundliche Anja aus Bonn hat geschrieben, dass sie den Brief beim Fegen vor ihrer Haustüre gefunden habe - allerdings ohne Flasche. "Vielleicht hat ihn der Wind hierher gefegt", schrieb die Bonnerin. Auf dem Wasserweg kann die Post jedenfalls nicht nach Bonn gelangt sein. Das hat Ben, der begeisterter Fußballer ist und beim SuS 09 Dinslaken in der E-Jugend im Mittelfeld spielt, herausgefunden: "Der Rotbach fließt in den Rhein und der Rhein fließt Richtung Holland. Bonn liegt aber in der anderen Richtung." Gerne würde er wissen, wie seine Flaschenpost nun in die ehemalige Bundeshauptstadt gekommen ist. Bei Finderin Anja aus Bonn will sich Ben Amberge auf jeden Fall bedanken: "Ich schreibe ihr einen Brief, um mich zu bedanken, und lege den Zeitungsbericht gleich mit dazu", verspricht er.

(up)
 
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