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Dinslaken
Die Gefahren der Radikalisierung

Dinslaken: Die Gefahren der Radikalisierung
Burhan Cetinkaya, Integrationsbeauftragter der Stadt Dinslaken, wird die Veranstaltung moderieren. FOTO: MB
Dinslaken. Ein Info-Nachmittag für Eltern ausschließlich in türkischer Sprache.

Das Kapitel Sala-fismus hat sich in Lohberg aus Sicht der Stadtverwaltung allem Anschein nach erledigt. Einige, die als so genannte Gotteskrieger in den bewaffneten Kampf gezogen seien, hätten den Tod gefunden, fünf junge Leute seien als Rückkehrer auf dem Weg zurück in die Gesellschaft, und der ehemalige Kopf der Gruppe seiaus dieser Stadt verschwunden, heißt es aus dem Dinslaken Rathaus.

Gleichwohl sind Eltern und Migrantenvereine in Sorge. Theoretisch könnte sich so etwas wiederholen. Es gilt, Gefahren zu erkennen und zu wissen, wo es Hilfen gibt.

Weil die Stadtverwaltung im Zuge ihrer präventiven Arbeit in Gesprächen mit Bewohnern des Stadtteils den Bedarf nach Informationen erkannt hat, findet am Sonntag, 26. April, in Zusammenarbeit mit Vereinen und Gruppen in Lohberg ein Informationsnachmittag ausschließlich in türkischer Sprache statt.

Im Ledigenheim werden Eltern mit islamischen Wurzeln sensibilisiert für das Problem des Radikalisierens von Kindern und Jugendlichen. Mit ins Boot geholt wurden unter anderem der Integrationsrat und der Türkisch-Deutsche Elternverein. Moderiert wird die Veranstaltung ab 14.30 Uhr von Burhan Cetinkaya, kommunaler Integrationsbeauftragter, und von Gülsüm Yigit vom Integrationsrat.

Christa Jahnke-Horstmann und Mitarbeiter aus dem Geschäftsbereich Jugend und Soziales stellen ihre Arbeit vor, der Religionsattaché am türkischen Generalkonsulat in Düsseldorf und die Pädagogin Songül Kaya-Karadag referieren zum Thema.

Nach einem Tondokument von der Mutter eines in Syrien getöteten 16-jährigen Frankfurters endet der Nachmittag mit einer Gesprächsrunde, in der die Besucher Fragen stellen können und Antworten erhalten.

Dabei geht es darum, wie Mütter und Väter ein Radikalisieren ihrer Kinder erkennen, was sie dagegen tun können, wo sie Rat und Hilfe bekommen. Deshalb will sich der zuständige Geschäftsbereich der Verwaltung vorstellen.

Demnächst wird die Stadt Dinslaken, wie berichtet, als Standort für den Kreis Wesel in das landesweite Modellprojekt "Wegweiser" des Innenministeriums aufgenommen.

Quelle: RP
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