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Dinslaken
Die Götter wollen ins Fernsehen

Dinslaken. Ausflug in die griechische Mythologie mit dem Literaturkurs des OHG. Von Sandy Liesen

Trotz sommerlichen Wetters am Freitagabend war der Großteil der Stühle in der Aula des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) besetzt. Dort brachte der Literaturkurs der Q1 (11. Klasse) das Theaterstück "Götter wie du und ich" auf die Bühne. Dass die Zuschauer es mit modernen Göttern zu tun bekamen, wurde schnell klar. Götterbote Hermes kam mit Skateboard auf die Bühne, Vater Zeus, der während des gesamten Stückes in großer Flirtlaune war, saß vor dem Fernseher, während seine Gattin Hera in Klatschzeitschriften blätterte. Auch die Sprache war der heutigen Zeit angepasst: Schimpfwörter, Zweideutigkeiten und Beleidigungen - in lustigen Dialogen verpackt.

Zur Handlung: Die griechischen Götter sind frustriert, dass die Menschen sie nur noch als Paketlieferservice und Brillenladen kennen. Das wollen Zeus, Hera und ihre acht "Kinder, Halbkinder, Stiefkinder, Adoptivkinder, Kindeskinder" nicht auf sich sitzen lassen und überlegen, wie sie es im 21. Jahrhundert in die Köpfe der Menschen schaffen könnten: "Wir müssen ins Fernsehen." Die Götter wollen eine eigene Fernsehshow.

Die rund 40 Schüler des Literaturkurses arbeiteten mithilfe von zwei Lehrerinnen das ganze Schuljahr an der Inszenierung des Stückes. Während die Schauspieler auf der Bühne standen, kümmerte sich der Rest darum, dass zwischen den Szenen griechische Restaurantmusik erklang, dass die Schauspieler ins richtige Licht gesetzt wurden und dass sie ihren Text nicht vergaßen. Einige kleine Versprecher gab es, die machten das Stück aber umso unterhaltsamer und sorgten für Lacher. Mit moderner Sprache, Witz und Gegenwartsbezug schaffte es das Stück, den Zuschauern die griechische Mythologie näherzubringen - und sie zu unterhalten. Für alle Beteiligten gab es viel Applaus.

Quelle: RP
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