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Dinslaken
Die KuKa wächst auf die doppelte Größe

Dinslaken: Die KuKa wächst auf die doppelte Größe
Thomas Grosse plant Großes: In der KuKa sollen nach dem Ausbau rund 1000 Besucher Platz finden. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. In dem Dinslakener Musik-Club wird fleißig gearbeitet, damit im September eine zweite Halle eröffnen kann. Betreiber Thomas Grosse investiert mehr als 200 000 Euro in den Ausbau. Von Hendrik Gaasterland

Thomas Grosse ist leidenschaftlicher Musiker. Er bedauert, dass es heutzutage kaum noch möglich ist, als unbekannte Band - zum Beispiel in Kneipen - kleine Konzerte zu spielen. Oft würden sich die Anwohner über die Lärmbelästigung beschweren. Seit zehn Jahren ist Grosse aber auch Betreiber der KuKa, Dinslakens letzter Club für junge Leute zum Feiern. Da liegt es für ihn seit Jahren auf der Hand, den Bands in seinem eigenen Laden eine Plattform für Auftritte zu geben. Bislang fehlte in der KuKa aber der Platz dafür, doch dies wird sich in den nächsten Monaten ändern. Grosse und sein Team arbeiten derzeit hinter den Kulissen am Ausbau des Clubs, versuchen spätestens im September eine zweite Halle zu präsentieren.

Wenn alles fertig ist, dann ist die KuKa doppelt so groß wie jetzt und kann rund 1000 Gäste empfangen. Grosse nennt es "ein persönliches Anliegen", wenn 100 000 Euro allein in den Bau der Halle gesteckt und fast dieselbe Summe in Licht und Ton investiert wird. Zusätzlich werden die Toiletten vergrößert und modernisiert, ein weiterer Kühlraum muss her, der Biergarten bietet mehr Platz für mehr Raucher. Verbunden werden die KuKa und die neue Area, für die noch ein passender Name gesucht wird, mit einem Schacht-ähnlichen Durchbruch. "Technik, Traversen und Equipment sind schon da, aber bevor es an den Innenausbau geht, muss erst die Halle fertig werden", berichtet Teamleiterin Christiane Winkler. Noch liegt nur die Bodenplatte, aber das beauftragte Bauunternehmen sagte Grosse zu, dass in zwei Wochen alle Pfeiler und die Wände stehen würden und dann auch die brandschutzsichere Decke käme. "Den Plan mit einer zweiten Halle habe ich ja schon seit drei Jahren, aber den zuständigen Ämtern kam bei der Bearbeitung der Anträge immer wieder etwas Wichtigeres dazwischen. Ganz konkret ist die Umsetzung erst im Dezember geworden", berichtet der Betreiber.

Im Winter wurde bereits im Wissen der Vergrößerung der Eingangsbereich umgestaltet. Dieser wäre mit der Kasse und der Garderobe jetzt schon für mehr als 500 Gäste ausgelegt, aber weil die zweite Area noch ein wenig auf sich warten lässt, bilden sich besonders an den Freitagen immer wieder lange Schlangen beim Eintritt. Denn davon, dass es in der näheren Umgebung keine Alternativen zum Ausgehen mehr gibt, profitiert die KuKa und erfreut sich an einem gewachsenen Zulauf. "Es ist auch mittlerweile Zeit geworden umzubauen, weil wir 200 bis 300 Leute manchmal leider nicht mehr reinlassen können. Das nervt nicht nur die Leute, sondern auch unsere Türsteher, die den Ärger darüber als erstes zu spüren bekommen. Aber dadurch, dass die Leute noch zu uns kommen, haben wir das Glück, auch umbauen zu können", sagt Winkler. Warum die KuKa den Jägerhof, das Bolle oder auch das Paradise Planet in Voerde überlebte, weiß Grosse auch nicht recht zu beantworten: "Man wirft uns manchmal vor, dass wir hier eine Monopolstellung hätten. Aber dafür können wir auch nichts. Ich habe die Läden der anderen ja nicht dicht gemacht. Vielleicht liegt es daran, dass wir in den zehn Jahren nur einmal die Cocktailpreise um 50 Prozent erhöhten, früh vom Eintritt weggingen. Stattdessen nehmen wir lieber einen Euro als Spende. So kamen schon 60 000 Euro für gute Zwecke zusammen."

Am neuen Konzept und einem veränderten Programm mit der zweiten Area wird derzeit intensiv gearbeitet. Es steht fest, dass am dritten Samstag im Monat in der noch namenlosen Halle, die neben einem DJ-Pult eine feste Bühne erhält, Live-Bands spielen sollen. Außerdem bekommt die Electro-Reihe Housecantina einen Platz im Kalender und es soll eine Ü25-Party geben. "Wir haben aber noch viele andere Ideen im Kopf. Wir wollen versuchen, dass für jeden Geschmack und auch für Ältere mindestens einmal im Monat etwas musikalisch dabei ist, wo sie sich wiederfinden."

Quelle: RP
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