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Dinslaken
Die neue Kläranlage wächst und wächst

Dinslaken. Das Abwasser wird künftig durch einen unterirdischen Kanal transportiert.

Die Arbeiten der Emschergenossenschaft zur Anpassung des Klärwerks Emschermündung an das künftig neue Emscher-System laufen auf Hochtouren. Die "neue" Kläranlage, die derzeit bei laufendem Betrieb entsteht, lässt bereits ihre Formen erahnen. Das Bauwerk für die Schneckenpumpwerke, welche das künftig unterirdisch in Dinslaken ankommende Abwasser in die Kläranlage heben sollen, ist errichtet. Das Gerüst für das neue Rechenhaus, wo die erste grobe "Vorreinigung" stattfindet, ist ebenfalls schon sichtbar - genauso wie die Betonbecken für den Sandfang und die vier kreisrunden Becken für die Vorklärung.

Die Emschergenossenschaft macht ihre größte Betriebsanlage zurzeit fit für das zukünftige Emscher-System, denn mit dem Umbau der Emscher wird sich die Abwasserzuleitung in das Klärwerk grundlegend ändern. Fließt aktuell der gesamte Fluss in die Anlage, um dort gereinigt zu werden, wird die in einigen Jahren abwasserfreie Emscher künftig als sauberes Gewässer an der Kläranlage vorbei fließen. Das Abwasser wird dann durch den gerade unterirdisch entstehenden Abwasserkanal Emscher unter Tage zum Klärwerk transportiert.

Da der neue Abwasserkanal aber an einer anderen Stelle ins Klärwerk mündet als aktuell die Emscher, muss die Emschergenossenschaft den Zulauf des Abwassers komplett neu gestalten. Das Ganze geschieht bei laufendem Betrieb, weswegen der Umbau des Klärwerks auch einer Operation am offenen Herzen gleicht.

Ebenfalls erneuert werden die sogenannten Räumer und Schlammabzieher in den Nachklärbecken. Der bisherige Schlammabzug ist auf das aktuelle Emscher-System ausgerichtet. Doch nach der Entflechtung der Emscher wird nicht mehr die gesamte Wassermenge der Emscher und damit verdünntes Abwasser durch die Anlage fließen, sondern nur noch das Abwasser, das über den derzeit noch entstehenden neuen unterirdischen Abwasserkanal Emscher zugeleitet wird.

Momentan erhält die Emschergenossenschaft also eine hohe Wassermenge mit relativ niedriger Konzentration an Abwasser und zukünftig eine niedrigere Wassermenge mit höherer Konzentration. Deswegen ist es notwendig, die Anlage fit für die Zukunft zu machen - und dafür braucht es dann auch einen neuen Abzug für einen künftig deutlich dickeren Schlamm.

Die Emschergenossenschaft wird weiter über den Stand der Umbauarbeiten informieren.

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Quelle: RP
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