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Dinslaken
Die Sanierung des Gotteshauses beginnt

Dinslaken: Die Sanierung des Gotteshauses beginnt
Die Zuhörer genossen noch einmal einen schönen Konzertabend in dem Gotteshaus, das in den kommenden Monaten saniert wird. FOTO: Heinz Kunkel
Dinslaken. Das Benefizkonzert in der Sankt-Johannes-Kirche Eppinghoven war gut besucht.

Wenn man die voll besetzte Sankt-Johannes-Kirche als Indiz für die Spendenbereitschaft zur Renovierung des Eppinghovener Gotteshauses sehen wollte, war das Benefizkonzert am vergangenen Freitag ein voller Erfolg. Gleichzeitig war der Abend für die Gemeindemitglieder - abgesehen vom gestrigen Gottesdienst - die vorerst letzte Möglichkeit, sich in Sankt Johannes einzufinden. Ab dieser Woche ist die Kirche an der Kerkmannstraße bis ins nächste Jahr hinein geschlossen.

Grund dafür sind umfassende Sanierungen wie etwa Malerarbeiten und die Erneuerung der Elektronik und Lichttechnik. Das Gros der anfallenden Kosten von 700 000 übernimmt dabei das Bistum Münster, 100 000 musste die Gemeinde St. Vincentius selbst über Spenden aufbringen. Seit November letzten Jahres konnte ein eigens eingesetztes Spendenteam rund 80 000 von Privatpersonen und Unternehmen einsammeln. Das Benefizkonzert sollte die noch klaffende Finanzierungslücke schließen. Doch damit genug Zahlensalat - schließlich wurde den Gästen an diesem Abend musikalisch einiges geboten.

Der Männerchor unter der Leitung von Christoph Segerath, der auch durch den Abend führte, eröffnete das Konzert. "Im Dorf da geht die Glocke schon" - ein Volkslied aus der Bretagne - wurde als erstes zum Besten gegeben. Dabei wurde deutlich, worauf die Gemeinde in den kommenden Monaten verzichten muss, denn das geschwungene Deckengewölbe der Kirche sorgte für eine einzigartige Akustik, die auch der Männerchor vermissen wird. Ähnlich wird es da dem Flötenkreis Collegium Tibiarum ergehen, der das Benefizkonzert durch vierstimmige unterhaltsam-fröhliche Stücke bereicherte. Grundlage für den siebenteiligen Vortrag der Flötistinnen war Robert Schumanns "Album für die Jugend", das das Collegium Tibiarum mit der Nr. 10, dem "Fröhlichen Landmann", heiter beschloss. Es ging instrumental weitern - und zwar, wie Christoph Segerath formulierte, mit "der Königin der Instrumente" - der Orgel. Ludger Jerabek brachte dabei Stücke von Johann Sebastian Bach fulminant zu Gehör. Segerath hob die deutlichen motivischen und harmonischen Bezüge hervor, die die einzelnen Teile miteinander verbinden. Der Facettenreichtum der Orgelmusik sorgte bei den Gästen, die Jerabek mit langanhaltendem Applaus würdigten, für Begeisterung. Das i-Tüpfelchen setzten die Solistinnen Stefanie Fahnenbruck und Sigrid Ridderskamp mit zart gesungenen Liedern wie "Die Blümlein schlafen" oder "Da wohnt ein Sehnen tief in uns".

Es war ein gelungener, weil vielseitiger Abend, der den Gemeindemitgliedern in den kommenden Monaten in Erinnerung bleiben sollte, wenn sie nicht mehr in der Kirche zusammenkommen können.

(DK)
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