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Dinslaken/Voerde/Hünxe
Die Stärken und die Schwächen der Städte

Dinslaken/Voerde/Hünxe. Contor GmbH aus Hünxe legt Strukturanalyse auch für Dinslaken und Voerde vor. Von Jörg Werner

Umfangreiche Informationen über den Standort sind heute bei Entscheidungen von Unternehmen, die eine Ansiedlung planen, wichtiger denn je. Genauso wichtig sind sie für Städte, die sich im Wettbewerb mit anderen Standorten für die Zukunft positionieren wollen. Eine Vielzahl von Daten und Fakten zu 44 Städten mit mehr als 30.000 Einwohnern des nördlichen Niederrheins, westlichen Münsterlands, Ruhrgebiets und Rheinlands hat jetzt die Contor GmbH von Henner Lüttich in einem kostenlosen eBook "Unsere Region" zusammengestellt.

Für diese Analyse hat Lüttich die Daten sämtlicher 82 Städte und Gemeinden - darunter Dinslaken und Voerde - im Umkreis von 50 Kilometern um Hünxe, dem Sitz der Gesellschaft, ausgewertet. Dabei hat er nicht nur Daten zusammengefasst, sondern mittels einer Strukturanalyse untersucht, um Stärken und Schwächen einer Stadt im Vergleich zu den anderen untersuchten Städten und Gemeinden herauszufiltern. Anhand von fast 70 Standortfaktoren, die die gesamte Breite des gesellschaftlichen Lebens abdecken, werden die Besonderheiten der Städte herausgestellt. So ergibt sich für den interessierten Leser schnell und einfach ein guter Überblick über seine Stadt sowie die gesamte Region.

Contor gibt es seit 1970. Die Gesellschaft beschäftigt sich mit Standortfragen im Großen und im Kleinen. Im Großen bedeutet dabei, dass sie für Unternehmen und Investoren geeignete Standorte sucht oder analysiert und dies weltweit, europaweit oder deutschlandweit. Im Kleinen heißt, dass sie Immobilien bewertet und Immobiliengutachten erstellt.

Besonders interessant beim jetzt veröffentlichen eBook ist die große Bandbreite an grundsätzlichen Unterschieden, die diese eigentlich doch sehr kleine untersuchte Region bietet. Dies reicht von Städten mit großen demografischen und sozialen Problemen bis zu Städten, für die auch zukünftig Einwohnerzuwächse zu erwarten sind oder von sehr ländlichen Räumen zu hochindustrialisierten und verdichteten Regionen.

Dinslaken, so erklärt Lüttich im Gespräch mit der Rheinischen Post liegt beispielsweise ein wenig zwischen den Welten. Die Stadt scheine nicht ganz so stark betroffen von demografischen und sozialen Problemen wie andere Städte. Jedoch könne die Situation als bestenfalls durchschnittlich bezeichnet werden. Die Stadt müsse vorbereitet werden auf eine wahrscheinlich sinkende und alternde Einwohnerschaft. Diese Einwohnerschaft dürfte statistisch auch höchstens durchschnittlich wohlhabend sein. Dies könnte deutliche Auswirkungen auf den Handel haben, der in Dinslaken eine starke Bedeutung hat. Die Frage sei, wie man die Attraktivität der Stadt für andere Wirtschaftsbereiche wie das produzierende oder verarbeitende Gewerbe oder die Logistik erhöht. Andererseits könnte die rechtzeitige Ausrichtung der Stadt auf eine alternde Einwohnerschaft auch wieder Chancen eröffnen im Handels- und Dienstleistungsbereich für diese Zielgruppe.

Auch in Voerde sei eine sinkende und alternde Einwohnerschaft zu erwarten. Die ökonomische Struktur der Stadt ist jedoch deutlich weniger auf den Handel als auf das verarbeitende Gewerbe und die Logistik ausgerichtet. Angesichts des enormen Wandels im Bereich Handel könnte dies die Stadt zukünftig widerstandsfähiger machen. Im Standortmarketing käme es darauf an, Stärken auszubauen und Schwächen zu verringern. Dies könnte übersetzt bedeuten, möglichst viel Kaufkraft in der Stadt zu halten bei Stärkung des produktiven Bereichs und der Logistik.

Das eBook ist zu finden auf der Contor-Webseite zur Immobilienbewertung und Immobiliengutachten: www.immobilienbewertung-contor.de/einzugsgebiet/

Quelle: RP
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