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Dinslaken
Die Weltkrisen und der eigene Geldbeutel

Dinslaken. Beim Sparkassen-Forum erklärte Börsenspezialist Markus Gürne, wie alles mit allem zusammenhängt. Von Jörg Werner

Die Veranstaltung hat Tradition. Einmal im Jahr lädt die Sparkasse Kunden ein, um mit ihnen mit Hilfe eines renommierten Referenten einen Blick auf die Welt im Allgemeinen und im Besonderen zu werfen. Das war auch am Dienstag Abend so. Dennoch war dieses Sparkassen-Forum ein ganz besonderes - das erste nämlich nach dem Bekanntwerden des 13-Millionen-Euro-Lochs in der Bilanz des Geldinstituts und das letzte, das die Sparkasse-Dinslaken-Vorde veranstaltete, die ja bekanntlich wegen dieser finanziellen Schieflage mit der Weseler Verbands-Sparkasse zur Niederrheinischen Sparkasse Rhein/Lippe fusioniert. Diese besonderen Umstände veranlassten Sparkassendirektor Rolf Wagner dann wohl auch gleich zu Beginn zu betonen, wie gut es tue zu erleben, dass "so viele kommen, wenn die Sparkasse einlädt". Regelmäßige Besucher des Forums dürften sich allerdings erinnert haben, dass die Sparkasse in vergangenen Jahren schon deutlich mehr Gäste begrüßen konnte.

Der Sparkassenchef sparte das unangenehme Thema in seiner Begrüßung nicht aus, wies daraufhin, wie wichtig es gewesen sei, das Haus kurzfristig wieder handlungsfähig zu machen, dankte der Verbands-Sparkasse für die fairen Verhandlungen auf Augenhöhe, den politisch Verantwortlichen, denen man einiges habe zumuten müssen und vor allen Dingen der Mannschaft, die in schwierigen Zeiten hervoragende Arbeit geleistet habe. Dann machte er die Bühne frei für Markus Gürne, den Leiter der ARD-Börsenredaktion. Der kennt sich nicht nur auf dem feinen Parkett der Finanzwelt aus, sondern ist als Reporter in den Krisengebieten dieser Welt herumgekommen und erwies sich deswegen als genau der Richtige, um zu erklären, wie die Krisen dieser Welt zusammenhängen und welche Auswirkungen sie auf den Geldbeutel seiner Zuhörer haben oder noch haben werden. Das tat er ebenso souverän wie kurzweilig und ließ sich dabei auch nicht davon beeindrucken, dass das Geknalle des Abschlussfeuerwerks der Martinikirmes unüberhörbar in die Kathrin-Türks-Halle drang. "Mich stört das nicht. Das erinnert mich an meine Aufenthalte in Afghanistan", scherzte Gürne, setzte seinen Vortrag fort und blieb auch, nachdem er diesen beendet hatte, noch eine geraume Weile, um mit den Gästen der Sparkasse ins Gespräch zu kommen.

Quelle: RP
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