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Dinslaken
DIN-Arena: Tränen nach dem Aus

EM-Public Viewing 2016 in Dinslaken: Deutschland gegen Frankreich
EM-Public Viewing 2016 in Dinslaken: Deutschland gegen Frankreich FOTO: Büttner, Martin
Dinslaken. Trotz kräftiger Unterstützung der Fans aus Dinslaken, unter denen sich sogar Gäste aus Australien befanden, schaffte es die deutsche Nationalmannschaft nicht ins Finale der Europameisterschaft. Das Ende der DIN-Arena für 2016. Von Florian Langhoff

Gebannt schauen die mehr als 700 Fans in der DIN-Arena schon in den ersten Minuten der Partie Deutschland gegen Frankreich auf die große Leinwand in der ehemaligen Zentralwerkstatt. In der 7. Minute muss Manuel Neuer zum ersten Mal parieren. Kurze Schockstarre in der DIN-Arena und dann Szenenapplaus und Jubel für den Schlussmann der Nationalelf. Mit von "Manolos" Trommel unterstützten Fangesängen feuern die Fans in der Arena ihr Team an und sieht auf der Leinwand eine besser ins Spiel kommende Mannschaft. Die macht Druck auf die Franzosen, die nur noch hin und wieder Gelegenheit zu Kontern haben, die aber allesamt an der deutschen Defensive hängenbleiben. "Super Deutschland", singen die Fans in der Arena, während die Nationalelf unter Trainer Löw sich immer weiter dem französischen Tor annähert.

Es gibt immer wieder Szenenapplaus: für deutsche Chancen vor dem französischen Tor, für verhinderte Konter der Franzosen, für Manuel Neuer, der einen Freistoß abwährt, für Bastian Schweinsteiger, der in der 26. Minute nur knapp am französischen Schlussmann Hugo Lloris scheitert. Der große Aufreger kommt in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Elfmeter für Frankreich nach einem Handspiel für Bastian Schweinsteiger. "Der Schiedsrichter ist Italiener. Wir haben Italien aus dem Turnier geworfen. Klar", kommentiert einer der Fans die Entscheidung. Dieses Mal kann Manuel Neuer den Ball nicht halten. Deutschland liegt hinten und die Beliebtheitswerte von Nicola Rizzoli sind unter den deutschen Fans ziemlich im Keller.

In der DIN-Arena tummeln sich derweil auch einige besondere Fans. David Stacy ist mit seiner Familie aus dem australischen Perth angereist, um seinen Cousin Thomas Middeke zu besuchen. "Ich habe gefragt, ob sie mit zum Fußball gucken kommen und sie haben direkt gesagt, sie möchten das sehen. Sie sind Enthusiasten", verrät Thomas Middeke. "Das ist schon ein großes Event hier, und die Atmosphäre ist klasse", kommentiert David Stacy die Stimmung in der Arena. "Wir sind heute auch ein wenig Deutsche." Für das Spiel hat er in der Halbzeit noch Hoffnung. "Der Elfmeter war unglücklich. Die Deutschen schießen gleich noch zwei Tore", prophezeit der Gast aus Australien. Leider liegt er damit falsch. Obwohl das deutsche Team sich immer wieder Chancen erspielt und von den Fans in der DIN-Arena kräftig angefeuert wird, gelingt der Ausgleich nicht. Stattdessen legen die Franzosen nach einem Fehler von Joshua Kimmich im eigenen Strafraum nach, und es steht 0:2 aus Sicht des deutschen Teams. Die Stimmung in der DIN-Arena ist auf dem Tiefpunkt.

Trotz weiterem Sturmlauf auf das französische Tor gelingt kein Anschlusstreffer mehr. Deutschland scheidet aus. Und da es auch kein Spiel um Platz 3 gibt, ist das damit auch der letzte Abend für die DIN-Arena. "Wir bauen jetzt ab, sind aber mit der DIN-Arena ganz zufrieden", sagt DIN-Event-Geschäftsführer Jörg Springer. "Aber 2018 wird es zur WM auf jeden Fall wieder eine DIN-Arena geben. Und ich hoffe, dann können wir die Titelverteidigung feiern."

Quelle: RP
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