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Dinslaken
DINamare: wieder einmal Pfusch am Bau

Dinslaken. Babybecken gesperrt: Reparaturarbeiten werden wohl bis in den Februar hinein dauern.

Als vor zweieinhalb Jahren das Mehrzweck- und das Lehrschwimmbecken des DINamare aufgrund mangelhaft verlegter Fliesen über die Sommerferien umfänglich saniert werden mussten, dachte man noch, dass mit dem flachen Babybecken alles in bester Ordnung sei. Auch seitdem immer wieder durchgeführte Kontrollen förderten nichts Auffälliges zu Tage. Am Mittwochmorgen wurde die Stadtwerke-Tochter Dinbad dann eines Besseren belehrt: Auch im Babybecken lösen sich die Fliesen, weil beim Bau ganz offensichtlich gepfuscht worden ist.

"Hier hinter ist alles hohl", sagt Dinbad-Geschäftsführer Michael Hörsken, klopft auf eine Fliese, die kurz "plock" macht und dann mit der Hand entfernt werden kann. Die Dinbad GmbH hat keine Wahl: Das Babybecken ist vorerst gesperrt, der Schaden wird nun begutachtet und dann behoben. Wie schon beim 240 000 Euro teuren Schaden an den anderen Becken wird es am Ende schwer sein, dafür jemanden zur Rechenschaft zu ziehen, weil die ausführende Firma mittlerweile insolvent ist.

Immerhin will Dinbad den neuen Schaden in ein Gerichtsverfahren mit einbeziehen, das wegen der anderen Schäden gegen den Architekten geführt wird, dem man Versäumnisse bei der Bauaufsicht vorwirft. Ein weiteres Problem: "Jetzt vor Weihnachten stehen die Handwerksbetriebe nicht unbedingt Schlange und warten auf Aufträge" so Andreas Heinrich, ebenfalls Dinbad-Geschäftsführer. Zuerst müssen die Fliesen abgenommen, dann das Becken getrocknet und eventuell der Boden aufgerauht werden, bevor die neuen Fliesen fachmännisch verklebt werden können.

Das braucht Zeit. Eben weil man sich die seinerzeit beim Bau offensichtlich nicht genommen hatte, steht Dinbad nun vor dem Problem. "Bis in den Februar hinein", sagt Michael Hörsken wird es wohl dauern, bis das Babybecken wieder zur Verfügung steht. Eltern und ihren Sprösslingen will Dinbad zumindest vorübergehend eine Alternative schaffen: Der variable Boden des Lehrschwimmbeckens soll während der Ferien auf die Höhe von 30 Zentimeter gefahren und die Wassertemperatur angehoben werden.

(kub)
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