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Dinslaken
Dinslaken hat jetzt einen "Fair-Teiler"

Dinslaken: Dinslaken hat jetzt einen "Fair-Teiler"
Vor gut einer Woche eröffneten Simone Müller (l.) und Melina Schützelhofer den "Fair-Teiler" im Hexenhäuschen. FOTO: Kempken
Dinslaken. Lebensmittel, die nicht mehr benötigt werden, können jetzt abgegeben werden. Zwei Frauen setzen sich dafür ein. Von Rita Meesters

Wir alle kennen das: Beim Einkaufen waren die Augen größer als der Magen oder das Gekaufte schmeckt nicht, wie erwartet - am Ende landen die Lebensmittel in der Tonne. Bundesweit engagieren sich mittlerweile viele Freiwillige gegen die Verschwendung. Auch in Dinslaken sind zwei junge Frauen angetreten, um zu verhindern, dass übriggebliebene Lebensmittel weggeworfen werden. In einem winzigen Schuppen im "Hexenhäuschen" der aufsuchenden Jugendarbeit an der Brückstraße haben sie einen sogenannten "Fair-Teiler" eröffnet. Jeder kann dort Essbares ablegen oder mitnehmen, was andere übrig haben.

Ein kleiner Kühlschrank, ein paar Regalbretter - für den Anfang reicht es. Vor gut einer Woche haben Melina Schützelhofer (23) und Simone Müller (27) ihren Fair-Teiler eröffnet und sie sind mit der Resonanz zufrieden: Die ersten Interessierten schauten vorbei, brachten mit, was daheim nicht mehr benötigt wird oder bedienten sich an Obst, Gemüse, Marmelade und gekühlten Waren. Über ihre Facebook-Seite "Foodsharing Dinslaken" haben die Initiatorinnen, beide Mitglied im bundesweit aktiven Verein, die Dinslakener informiert.

Melina Schützelhofer, Studentin der Ernährungswissenschaft, hatte die Idee zum Fair-Teiler, den es in vielen Städten schon gibt. "Ich kannte das aus Duisburg". Dort gibt es viele aktive Foodsharing-Anhänger. Als sie nach Dinslaken zurückzog, beschloss sie, hier aktiv zu werden. Mit Hilfe des Agenda-Büros wurde der kleine Schuppen im Garten des sogenannten Hexenhäuschens gefunden. Gemeinsam mit Freundin Simone Müller machte sie sich ans Werk und füllte die ersten Regale. Nun hoffen sie, dass ihre Idee auf Interesse stößt.

Jeder kann kommen - egal, ob bedürftig oder nicht, ob jung oder alt, sich mitnehmen, was er verbrauchen kann. Oder etwas bringen. "Es geht nur darum, dass nichts weggeschmissen wird", erklärt Simone Müller. Außerdem suchen die beiden Frauen Mitstreiter, die helfen, Lebensmittel einzusammeln oder den Fair-Teiler auf- und zuschließen, damit die Öffnungszeiten erweitert werden können. Derzeit ist das kleine Lager von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Die Initiatorinnen sind nicht immer vor Ort, sondern kümmern sich um die Kontrolle der Waren und um die Reinigung. Sie wollen auch Kontakt zu Bäckereien und kleineren Läden aufnehmen, um nach Lebensmitteln zu fragen, die sonst im Mülleimer landen würden.

Zumindest für den Anfang wird der kleine Raum reichen - doch die beiden wünschen sich, dass der Fair-Teiler eines Tages wachsen kann.

Quelle: RP
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