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Dinslaken
Dinslaken soll Hochschulstadt werden

Dinslaken. Koordinator Daniel Lorberg geht davon aus, dass der Studienstart zum 1. Oktober 2017 möglich sein kann. Von Heinz Schild

Als gebürtiger Voerder ist Daniel Lorberg der Stadt Dinslaken eng verbunden. Der Wissenschaftler und Autor, der an der Universität Wuppertal als Beauftragter für Qualität in Lehre und Studium tätig ist und dort auch lehrt, macht sich mit Gleichgesinnten dafür stark, dass Dinslaken eine Hochschulstadt wird. Aus diesem Gedanken heraus entstand eine Initiative, "die sich zum Ziel gesetzt hat, in der Stadt Dinslaken die Möglichkeit zum akademischen Studium zu schaffen", so Lorberg, der Koordinator der Initiative ist.

Sie will in einem ersten Schritt Chancen zum dualen Studium sowie zum berufsbegleitenden Studium in Dinslaken bieten. Um einen institutionellen Rahmen zu schaffen - so ist angedacht - soll in Dinslaken ein eigenes Institut gegründet werden. Das seinen Sitz, so Lorberg weiter, "idealerweise in einem der Gebäude auf dem ehemaligen Zechengelände in Lohberg bezieht und damit an dieser Stelle die Idee des Aufbruchs versinnbildlicht".

Auch über den künftigen Namen der neuen Einrichtung hat sich die Initiative bereits Gedanken gemacht. Danach sollte das Institut nach einem großen Bürger der Stadt Dinslaken benannt werden und "Friedrich Althoff Akademie der nachhaltigen Wissenschaften" heißen. Erste Gespräche mit großen Dinslakener Unternehmen haben nach Aussage von Daniel Lorberg bereits stattgefunden. Man habe viel Zuspruch für das zukunftweisende Projekt erhalten.

Veränderungen im Hochschulrecht eröffnen nach Einschätzung von Lorberg "die reale Chance, akademische Studienmöglichkeiten in Dinslaken zu etablieren und diese sogar auf die Bedürfnissee der Stadt und ihrer Zivilgesellschaft auszurichten". Es geht um Hochschulfranchise. Dabei wird formal unter der Verantwortung und Kontrolle einer bestehenden Hochschule ein Studiengang konzipiert und durchgeführt. Für die Entwicklung und den Betrieb soll ein unabhängiger Bildungsträger zuständig sein. Das Hochschulfranchise wird der Gründung einer eigenständigen Hochschule aufgrund zeitlicher und finanzieller Vorteile vorgezogen. Träger des künftigen Studienbetriebs soll die "Friedrich Althoff Akademie" mit Sitz im Kreativ.Quartier Lohberg sein. Angeboten werden sollen Studiengänge im Sinne angewandter Wissenschaften in den Bereichen Wirtschaft und Technik, entwickelt in enger Kooperation mit den Dinslakener Unternehmen. Bei den Konzepten geht es um duales Studium und Berufsausbildung; duales Studium sowie berufsbegleitendes Studium. Die Dinslakener SPD-Fraktion begrüßt die Initiative Hochschulstadt Dinslaken und hat beantragt, dass die Verwaltung dieses Projekt unterstützen soll. Die CDU macht sich dafür stark, dass mit hiesigen Unternehmen ein Angebot an dualen Studiengängen in Dinslaken erarbeitet wird.

Quelle: RP
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