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Dinslaken
Dinslakener Software erobert die Welt

Dinslaken: Dinslakener Software erobert die Welt
Der Firmensitz von IMS Gesellschaft für Informations- und Managementsysteme an der Erlenstraße in Dinslaken. Vertretungen hat das Software-Unternehmen aber auch in Berlin, Zürich, Phillipsburg und Dubai. FOTO: IMS
Dinslaken. Kommunen nutzen sie, kleine Stadtwerke und Energieriesen, Kirchen und Krankenhäuser - die Rede ist von IMS-Software aus Dinslaken. Von Jörg Werner

Nur ganz eingefleischten Fußballfans, die das internationale Geschehen in diesem Sport auch noch bis ins letzte Detail verfolgen, wird der Name "Al Shabab Al Arabi" etwas sagen. Der Fußballclub kickt in der 1. Liga der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Namen der Spieler sind zwar nicht so bekannt wie die ihrer Kollegen von Borussia Dortmund, Schalke 04, dem 1. FC Köln, doch hat der Verein aus dem Nahen Osten mit diesen Traditions-clubs zumindest eines gemein - alle nutzen sie eine Software, die ein Dinslakener Unternehmen entwickelt hat.

Vor 30 Jahren begann die Erfolgsgeschichte der Gesellschaft für Informations- und Managementsysteme IMS mit Sitz an der Erlenstraße. "Begonnen hat IMS mit der Verwaltung von Telefonleitungen" erinnert sich Dr. Christian Bernhart, als Sohn des Gründers inzwischen seit 20 Jahren einer der Geschäftsführer. Heute ist das Angebot von IMS mit seinen aktuell 70 Mitarbeitern so vielfältig, wie seine Kunden unterschiedlich sind. Wenn man's - zugegeben arg verkürzt - ausdrücken möchte, ist das Softwareunternehmen so etwas wie der digitale Hausmeister der Welt. Wer immer Immobiles besitzt - seien es Grundstücke, Häuser, Grünflächen, Straßen, Fußballstadien, Krankenhäuser, Kraftwerke oder technische Anlagen - muss es verwalten, muss dafür sorgen, dass es gereinigt und instandgehalten wird, dass Wartungsintervalle eingehalten, Mieten und Nebenkosten berechnet werden, muss darauf achten, dass die Energiebilanz stimmt und, und und . . .

Für all das aber gibt's bei IMS die passende Software -individuell auf das vom jeweiligen Anwender Benötigte zugeschnitten. Ein Bürogebäude ist nun einmal etwas anderes als ein Krankenhaus, bei dem etwa bei der Reinigung ganz andere Anforderungen beachtet werden müssen, bei dem Kernspintomographen und Operationssäle im Blick behalten werden müssen, bei dem Störungserkennung und -management von überlebenswichtiger Bedeutung sind. Bei Kirchen etwa dürfen Glocken oder Orgeln nicht vergessen werden. Zu den Kunden der Softwareentwickler von der Dinslakener Erlenstraße zählen dann auch Behörden und Unternehmen aller Größen und aus den unterschiedlichsten Geschäftsbereichen. Neben besagten Fußballvereinen gehören beispielsweise das Bundesinnenministerium, die Schweizer Bundesbahnen dazu, der Energiekonzern EON und auch die Stadt Dinslaken. IMS kann flexibel auf neue Herausforderungen reagieren, hat beispielsweise für Chemnitz eine Programmerweiterung entwickelt, als die Stadt 2015 die Unterbringung von Asylbewerbern organisieren musste.

So mancher Kunde, der sieht, was die IMS-Software alles leisten kann, möchte dann manchmal gleich das komplette Angebot in seinen Einkaufskorb packen. Da allerdings rät Bernhart eher zur Zurückhaltung. "Für uns wäre das zwar ein gutes Geschäft, aber die Kunden dürfen nicht vergessen, dass eine Software erst einmal nur eine Software ist, die mit Daten gefüttert werden muss, die auch gepflegt werden müssen und das kann sehr personalintensiv sein", sagt er. IMS ist deswegen vor allem darauf bedacht, dass der Kunde Lösungen bekommt, die auf seine Bedürfnisse und Möglichkeiten zugeschnitten sind. Dieses Prinzip, der Erfolg von IMS beweist es, hat sich ganz offenbar bewährt.

Quelle: RP
 
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