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Dinslaken
Dinslakener verschickte Kinderpornos: ein Jahr Haft

Dinslaken. 49-jähriger Wiederholungstäter hoffte auf Bewährungsstrafe, nahm aber schließlich die Berufung zurück.

Wegen Verbreitens, Erwerbs und Besitzes kinderpornographischer Dateien muss ein Mann aus Dinslaken für ein Jahr ins Gefängnis. Es ging um 60 Fälle, in denen er die Bilder an andere verschickte. Der 49-Jährige war dafür bereits im Mai vor dem Amtsgericht in Dinslaken zu der einjährigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Er hatte zugegeben, dass er die Bilder, die minderjährige Jungen zeigten, mit dem Handy an andere verschickte. Vor der Berufungskammer verzichtete der Richter mit Zustimmung aller Beteiligten auf Verlesung der einzelnen Taten.

Nach dem Ziel der Berufungsverhandlung gefragt sagte der Verteidiger des 49-Jährigen, sein Mandant hoffe auf eine Bewährungsstrafe. Man müsse ihm auch zugute halten, dass er voll umfänglich geständig war. "Das Problem, das sie haben ist, dass sie nicht zum ersten Mal wegen solcher Sachen hier sitzen", hielt der Richter dem Mann vor. Trotz der Bewährungsstrafe wegen ähnlicher Taten habe er weitergemacht. Da müsse man sich fragen, wieso er ausgerechnet jetzt damit aufhören wolle. Da brauche es schon gute Argumente. Er wollte wissen, ob der Wiederholungstäter irgendetwas unternommen habe, damit so etwas nicht wieder geschieht.

Nach einem knappen "Nein" des 49-Jährigen war die Verhandlung schnell vorbei. Der Richter riet ihm, die Berufung zurückzunehmen. Dazu riet ihm auch der Verteidiger. Nun muss der Dinslakener auch die Kosten der Berufungsverhandlung tragen.

Der Strafrahmen liegt bei Besitz kinderpornographischer Schriften zwischen drei Monaten und fünf Jahren.

(BL)