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Dinslaken
Dinslakens Grüne hatten zum Bürgerdialog geladen

Dinslaken. Das Thema, das gestern beim Bürgerdialog, zu dem die Grünen ins Vereinsheim geladen hatten, am meisten interessierte, war das Hiesfelder Freibad. Momentan prüfe ein Gutachterbüro die Kosten und Fördermöglichkeiten sowohl für ein konventionelles Freibad als auch für ein Naturfreibad und ein Naturfreibad mit Sauna, informierte Fraktionsgeschäftsführerin Birgit Emmerich über den aktuellen Stand der Dinge. "Das Freibad darf nicht ganz wegfallen, es muss aber auch bezahlbar sein", so die Emmerich weiter. Aus Sicht der Grünen ist die dritte Variante des Naturfreibades mit Sauna die beste Möglichkeit, da man so das Bad ganzjährig nutzen könne und in den Öffnungszeiten flexibler sei, begründete Emmerich.

Die Fraktionsgeschäftsführerin schilderte, wie so ein Naturfreibad aussehen könnte: Fußschmeichelndes Granulat - kein Sand - als Bodenbelag, das in Hiesfeld hochstehende Grundwasser könnte als Badewasser genutzt und mit Solarthermie auf angenehme 22 bis maximal 24 Grad erwärmt werden. Im hinteren Bereich müsste zur Umwälzung des Wassers eine Ausgleichsfläche in Form einer Pflanzenkläranlage geschaffen werden, um das Wasser zu reinigen. Davon würde man aber nur das Schilf sehen.

Im Vorfeld hatte Birgit Emmerich sich das Naturfreibad in Mülheim-Styrum angesehen und Monika Piechula von der SPD berichtete von ihrem Besuch im Naturfreibad Mettmann, der sie positiv überrascht und von der Idee eines Naturfreibades überzeugt hatte.

Auch die Anwesenden des Bürgerdialogs waren von dieser Variante angetan. Das Naturfreibad würde sich landschaftlich schön einfügen, meinte eine Teilnehmerin, fragte gleichzeitig aber auch nach einer Nutzungsmöglichkeit für den Schulsport. Ein 25 -Meter-Becken und eine entsprechende Wassertiefe würde für den Schul- und Vereinssport reichen, entgegnete Birgit Emmerich, und könnte bei der Planung berücksichtigt werden.

Eine andere Bürgerin wünschte sich mehr Aufklärungsarbeit, denn viele stellten sich unter einem Naturfreibad eine Schlammpfütze mit Algen vor. Dass es das nicht ist, machte das Gespräch gestern deutlich. Die Grünen nahmen den Wunsch nach weiteren Informationsveranstaltungen über das Naturfreibad ebenso mit für ihre Arbeit in Fraktion und Partei wie die Anregungen zu anderen Themen, etwa die Pflege der Grünanlagen, die aus Sicht der Bürger wieder verbessert werden müsste.

Birgit Emmerich freute sich über das lockere Gespräch und die Vorschläge. Es sei wichtig zu wissen, wo die Bürger stünden, weil "wir Politik für die Menschen machen," sagte sie.

(cor)
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