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Dinslaken
Dinslakens Stadtmauer soll saniert werden

Dinslaken: Dinslakens Stadtmauer soll saniert werden
Das Stück Stadtmauer am Museum ist bereits 2007 in Schuss gebracht worden. FOTO: jok
Dinslaken. Noch rund 200 Meter von Dinslakens historischer Stadtmauer sind vorhanden - und in Teilen schwer sanierungsbedürftig. Von Jörg Werner

Anfang des 15. Jahrhunderts hat Adolph 1. die Dinslakener Stadtbefestigung mit den vier Toren errichten lassen. Angesichts seines Alters sind die Zeitintervalle, in denen die Stadt die Sanierung des historischen Mauerwerks, von dem nur noch rund 200 Meter erhalten sind, erledigt, also ausgesprochen kurz. 1984 sind die Mauerreste in die städtische Denkmalliste eingetragen worden, 2007 ist das 25 Meter lange Stück am Museum Voswinckelshof auf Initiative der langjährigen Kulturausschussvorsitzende Renate Seidel und mit Unterstützung privater Sponsoren restauriert worden. Im März 2014 hat die CDU-Fraktion dann beantragt, dass auch die restlichen 175 Meter der alten Stadtbefestigung längs des Rotbaches zwischen Markt- und Duisburger Straße in Augenschein genommen werden. Und das will die Verwaltung jetzt tun. Den entsprechenden Auftrag holte sie sich gestern im Bauausschuss.

Klar ist, dass die Mauer sanierungsbedürftig ist. In einigen Bereichen könnte es genügen, sie vom Efeubewuchs zu befreien und eventuell neu zu verfugen. Andere Stücke weisen Frostschäden auf und wieder andere Abschnitte sind stark ramponiert. Uwe Nettlenbusch vom Geschäftsbereich Bauen im Rathaus berichtete im Ausschuss von einer Stelle, wo ein Baum im Mauerwerk Wurzeln geschlagen und es gesprengt hat.

Anfang des kommenden Monats will die Verwaltung beginnen, ein Stück der Mauer im Bereich des Grundstücks der Sankt-Vincentius-Gemeinde genauer unter die Lupe zu nehmen, die Ziegel bis aufs Fundament abzutragen, um sich überhaupt ein Bild machen zu können, wie die Mauer aufgebaut ist und was getan werden muss, um sie instand zu setzen. Da die Mauer nicht nur auf städtischem Grund steht, muss sich die Stadt mit den Grundstückseigentümern ins Benehmen setzten. Die Frage ist aber schon 2001 geregelt worden. Der Stadt obliegen die Verkehrssicherungspflicht und der Erhalt des Gemäuers. Die privaten Eigentümer müssen ihr Zutritt zu ihren Grundstücken gewähren, damit sie diesen Verpflichtungen nachkommen kann.

Nettlenbusch geht davon aus, dass die jetzt geplante Untersuchung etwa drei Wochen dauert. Danach will die Stadt ein Sanierungskonzept erarbeiten, das dann auch Aussagen zu möglichen Kosten enthält und der Politik vorlegen. Wen die dann entschieden hat, könnte der erste Sanierungsabschnitt noch diesem Jahr in Angriff genomen werden.

Quelle: RP
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