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Dinslaken
Dinslakens verregnetes Wintermärchen

Dinslaken: Dinslakens verregnetes Wintermärchen
Sieht einfach aus, ist es aber nicht. Spielleiter Jörg Springer, Geschäftsführer von DIN-Event, kommentierte zur Freude der Zuschauer die Leistungen der Teams bei der "Eisstock-Challenge" auf dem Altmarkt. FOTO: Jochen Emde
Dinslaken. Der Regen macht den Organisatoren des neuen Dinslakener Events einen Strich durch ihre Rechnung. Zum Auftakt am Samstag gab es die ersten Wettkämpfe bei der "Eisstock-Challenge", die etliche Zuschauer anzogen.

Ein bisschen mehr Winter hätte es schon sein können. Während am Samstag zum Start des ersten Wintermärchens in der Altstadt die Temperatur stimmte und der Himmel blau war, zogen am Abend dunkle Wolken herauf. Und auch gestern waren es mehr Regentropfen als Besucher, die sich auf den Weg in die Innenstadt machten.

Ein Kinderkarussell, mehrere Buden, in denen Kunsthandwerker ihr Waren anbieten, hier führt der Weg auf den Altmarkt, auf dem es eine Bühne gibt, weitere Buden und die Eisstockbahn. Und diese Sportart lockt an. 28 Teams haben sich für die "Schollin-Eisstock-Challenge" angemeldet. Und zahlreiche Zuschauer verfolgen am Samstag die ersten Spiele. Zuvor hatte sie Bürgermeister Dr. Michael Heidinger eingeladen, ein tolles Wintermärchen in der Altstadt zu erleben. Und Friedrich-Wilhelm Häfemeier, Vorsitzender des Vorstandes der Niederrheinischen Sparkasse RheinLippe kündigte an, die Veranstaltung auch in den kommenden Jahren zu unterstützen.

Mit dem Wetter habe man Pech gehabt, berichtete gestern Hartmut Wächter von der Firma Event, Deko & More, dem Kooperationspartner der Din-Event. Das Programm sei gut angenommen worden, und die Grundstimmung unter den Besuchern sei gut gewesen, fügte Wächter hinzu. Ganz alleine waren die Händler gestern nicht, trotz Dauerregens traten am Mittag vier Wirte-Teams zum Eisstockschießen an und auch danach probierten Familien mit Kindern die Sportart aus.

Bis zum kommenden Sonntag bleibt das Wintermärchen in Dinslaken. Die Händler öffnen ihre Buden jeweils von 15 bis 20 Uhr. Jeden Abend wird die Eisstock-Challenge fortgesetzt und auf der Bühne und in den Geschäften gibt es Lesungen und Veranstaltungen, die sich um das Thema Märchen drehen. Und da ist ja auch noch das Märchen-Quiz. In einigen Schaufenstern sind Fragen zu entdecken. Da macht sicherlich ein Bummel durch die Altstadt Spaß, auch wenn das Wetter nicht märchenhaft ist.

Zum Auftakt der "Eisstock-Challenge" traten am Samstag vier Teams aus dem Bereich "Presse und Medien" an. Wer die ersten Trainingsrunden auf dem Altmarkt beobachtete, dürfte sich bestens über die Amateure amüsiert haben. Mit den Eisstöcken, kiloschwere Stempel aus Holz und Metall, hätten sich einige Teilnehmer sicher nützlicher gemacht, wenn sie lockere Gehwegplatten auf der Neustraße festgeklopft hätten - aber die Sportart mit all dem Scheppern und Schlittern macht doch auch eine Menge Spaß.

In einige ahnungslose Gesichter schaute jedenfalls Organisator Jörg Springer, als mit der Eröffnung des ersten "Wintermärchens" in der Altstadt auch die "Eisstock-Challenge" Premiere feierte. Der Din-Event-Chef erklärte den Kapitänen der ersten vier Mannschaften in groben Zügen die Regeln. Die Kapitäne wiederum gaben sie dann an die Spielerinnen und Spielern weiter. Was dabei heraus kam, kennt man von der "stillen Post".

Egal: Hier ist der Eisstock, dort muss er hin, das kann ja nicht so schwer sein. Mag man meinen. Doch es ist gar nicht so einfach, beim Abwurf die Kraft zu dosieren und mit dem Schwung die richtige Richtung vorzugeben. Und dann ist da eben auch noch der Winkel, in dem der Eisstock aufschlägt: Ist er nach vorn geneigt, bleibt die Vorderkante hängen und er schießt oftmals über die Begrenzung. Eine Landung in Rücklage führt zum unkontrollierten Taumeln, durch das auch mal die Eisstöcke der Teamkameraden aus dem Spiel geschossen werden. Da kann der Werfer oder die Werferin nur noch die Hände vors Gesicht schlagen und hoffen, dass alle Zuschauer an der Bahn flink genug die Zehen aus der Landezone ziehen. Für Anfänger ist das alles eben eher Glücksspiel als Sportart.

Doch einige Spieler machten schon beim Auftakt eine ziemlich gute Figur. Die Vertretungen des Niederrheinanzeigers, von Idee-Media und einer Dinslakener Facebook-Gruppe waren verdammt stark. Bis zur zweiten Auflage im nächsten Jahr werden aber wohl dennoch einige Trainingsstunden auf dem Redaktionsflur anstehen.

Das Team des Niederrheinanzeigers holte sich am Samstag den Sieg und steht im Viertelfinale. Gestern setzten sich beim "Wettkampf der Wirte" die "Holtis" durch.

(za/mt)
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