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Dinslaken
Drei Chöre und viele starke Stimmen

Dinslaken: Drei Chöre und viele starke Stimmen
Der Chor "Haste Töne" eröffnete den Abend in der Aula des Gustav-Heinemann-Zentrums. FOTO: Jochen Emde
Dinslaken. "Haste Töne", die "Lohberg Voices" und der "Damenchor DC" sangen zum Valentinstag "Alles aus Liebe" . Von David Knapp

Das gemeinsame Konzert der Chöre "Haste Töne", "Lohberg Voices" und des "Damenchor DC - Starke Stimmen" in der Aula des Gustav-Heinemann-Zentrums (GHZ) stand ganz im Zeichen der Liebe. "Alles aus Liebe" lautete das Motto, unter dem sich Stücke mit unterschiedlichen Bezügen zum Thema zu einem einmaligen Valentinstagkonzert vereinen sollten. Ein weiterer vereinender Faktor, der diesen Abend erst möglich machte, ließ sich in der Person von Rainer Stemmermann ausmachen.

Ihm, dem die musikalische Leitung der drei Chöre obliegt, machte gleich zu Beginn klar, dass das Valentinstagkonzert für ihn etwas Außergewöhnliches ist: "Es ist ein Format, das mir als Chorleiter besonders am Herzen liegt."

So unterschiedlich die Chöre auch sind - an diesem Abend sollten sie unter einem gemeinsamen Dach zusammenfinden und zumindest thematisch eine Annäherung wagen.

Den Abend eröffneten die "Haste Töne", die vorab einen Reisekoffer symbolisch durch ihre Reihen reichten. "Sentimental Journey" - eine sentimentale Reise von Doris Day konnte als eine Reminiszenz an Zeiten gesehen werden, in denen die Menschen sich noch etwas mehr auf das Reisen mit der Bahn freuten, als es heute zumeist der Fall ist. Ein Liebeslied an die Deutsche Bahn? Nun denn! Als ganz zweifelsfrei "liebevoll" konnten auch die nächsten Stücke nicht bezeichnet werden. Dazu gehörten ein verruchter Tango, in dem ein Chormitglied "erschossen" wurde und die sanfte Ballade "Just the way you are" von Billy Joel aus dem Jahr 1977. Während einige Passagen des Textes nicht unbedingt auf ein Liebeslied hinweisen, sah Stemmermann in dem Stück "Wertschätzung für starke Frauen".

Noch wesentlich dramatischer wurde es bei "Skyfall". Ein Stück, das in Sachen Spannung seines Gleichen suchte. Die düster, stimmungsvolle Ballade bildete den Höhepunkt der Darbietung der "Haste Töne".

Im Anschluss präsentierten sich die "Rock 'n' Roller" der Chöre - die "Lohberg Voices" - mit einer Mischung aus Gute-Laune-Musik à la "One note Samba" und nachdenklichen Tönen von Bill Withers "Ain't no sunshine" oder Coldplays "Fix you".

Auch die Liebe zu einem ganzen Kontinent wurde durch Totos 1980er Jahre Klassiker "Africa" stimmungsvoll ausgedrückt. Die Damen von "DC" (Direct Currents - Gleichstrom) rundeten den Abend mit "Starken Stimmen" ab.

Wenn etwas an diesem Abend deutlich wurde, so war es wohl die Feststellung, dass Liebe eben nicht nur aus schönen Seiten besteht. Denn häufig geht es eben auch um Risiko, Verlust, Einsamkeit. Trotz der rosa Luftballons in der GHZ-Aula luden die drei Chöre dazu ein, den Liebesbegriff etwas weiter zu denken, als das am Valentinstag normalerweise getan wird. Dafür dankte das Publikum den Chören "Haste Töne", "Lohberg Voices" und "DC" mit ganz viel Liebe - in Form von ganz viel Applaus bei der Verabschiedung.

Quelle: RP
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