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Ausstellungen
Drei Künstler, drei Orte, drei Blicke

Dinslaken. Walburga Schild-Griesbeck, Thomas Schönhagen und Kurt Pralat haben sich für Gemeinschaftsausstellungen in Kamp-Lintfort, Lohberg und Wesel zusammengetan.

Drei Künstler, drei Orte, drei Blicke. Gegensätze, die sich ergänzen. Kurt Pralat, Walburga Schild-Griesbeck und Thomas Schönhagen laden zu drei gemeinsamen Ausstellungen in Kamp-Lintfort, Dinslaken und Wesel ein. Verteilt über das ganze Jahr und mit wechselnden Inhalten. Was bleibt, sind die Künstler und der Reiz, der sich durch das Aufeinandertreffen ihrer unterschiedlichen Herangehensweisen ergibt.

"Ausblicke", die erste der drei Ausstellungen, präsentiert das Trio am Samstag, 4. März, ab 17 Uhr und am Sonntag, 5. März, von 14 bis 19 Uhr an der Moerser Straße 373 in Kamp-Lintfort. Es folgen "Durchblicke" im August im Lohberger Atelier Freiart und "Einblicke" am letzten Oktoberwochenende im Kunstturm in Wesel. "Wir wollten ursprünglich sogar alle drei Ausstellungen parallel durchführen und die Besucher per Shuttle hin und her fahren lassen. Aber das wäre dann doch zu aufwändig gewesen", sagt Walburga Schild-Griesbeck. So liegt nun Zeit zwischen den Schauen. Zeit, in der die Eindrücke nachwirken können und man offen wieder für Neues werden kann. Denn an allen drei Orten werden die Künstler unterschiedliche Werke präsentieren.

Farben spielen für Walburga Schild-Griesbecks Kunst eine besondere Rolle: Sie sind thematisch. Und so werden die Besucher ihre "Aus-, Durch- und Einblicke" ins Blaue schweifen lassen. In Kamp-Lintfort zeigt die Künstlerin mit Atelier in Lohberg auch Bilder ihrer "Raumlos"-Serie, die in Kirchen und Moscheen zu sehen waren.

Selbstporträts ziehen sich wie ein roter Faden durch Thomas Schönhafens fotografisches Werk. Neu in Kamp-Lintfort sind zu großen Farbflächen verfremdete Kinderporträts. Schild-Griesbeck und Schönhagen kennen sich seit 2004, als der Foto-Künstler das Ehepaar Griesbeck am Stand der Freien Szene Duisburg auf dem dortigen Weihnachtsmarkt ansprach. Über Thomas Schönhagen stieß Kurt Pralat zu dem Duo, das schon lange eine gemeinsame Ausstellung auf die Beine stellen wollte. Kurt Pralat hat Kunst und Textildesign studiert, seine großformatigen, ungegenständlichen Bilder in Mischtechnik leben nicht nur durch ihre kräftigen Farben und fließenden Formen, sondern ihre reliefartige Oberfläche. Keine Berührungsängste: Das gilt bei Pralat für Kunst in vielerlei Hinsicht. Den elitären Kunstbetrieb lehnt er ab. Und setzt selbst Zeichen dagegen. In Kamp-Lintfort hat er in seinem Elternhaus ein uriges Ladenlokal mit verschachtelten Räumen zu einer Galerie verwandelt, in der junge Künstler ausstellen und in die sich vor allem diejenigen eingeladen fühlen sollen, für die Kunst als Prestigeobjekt eben keine Rolle im Leben spielt. Kunst für alle, ohne künstliche Hemmschwellen. Deshalb gibt es die quadratmetergroßen Originale von ihm ab 150 Euro. (bes)

Quelle: RP
 
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