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Voerde
DRK-Helfer im Einsatz für Flüchtlinge

Voerde. Kreisverband ehrte seine engagierten Mitglieder, die viele Stunden ehrenamtlich tätig waren. Von Nina Meise

"Ehrenamt ist unersetzlich", sagt DRK-Kreisverbandarzt Dr. Peter Kaup in seiner Rede bei der Ehrung der 44 freiwilligen Helfer des DRK. Die Fluchtsituation der Menschen aus dem Nahen Osten hat den DRK-Kreisverband Dinslaken-Voerde-Hünxe enorm gefordert. Umso wichtiger war es, die arbeitsaufwendigen Aufgaben unter vielen Ehrenamtlichen aufteilen zu können. "Wir reden nicht lange, wir handeln. Ich bin einfach unglaublich stolz auf jeden einzelnen", so Kreisbereitschaftsleiter Carsten Hülser.

Da die meiste Hilfe eben ehrenamtlich und eher unauffällig vollbracht wird, nahm das DRK dies zum Anlass, seinen fleißigen Rotkreuzkräften für den arbeitsintensiven Einsatz zu danken. Viele der zu Ehrenden sind an diesem Abend in die DRK-Unterkunft in Voerde gekommen, um sich die mehr als verdiente Auszeichnung abzuholen. Nach der Begrüßungsrede durch den DRK-Kreisverbandsvorsitzenden Dr. Kurt J. Gerritz werden die Helfer namentlich nach vorne geholt. Es wird aufgezählt, an welchen Projekten der letzten Monate jeder Einzelne mitgearbeitet hat. Kreisverbandsvorsitzender sowie Kreisverbandsarzt und Kreisbereitschaftsleiter überreichen dann jedem DRK-Mitglied eine Urkunde und eine eigens für sie entworfene Anstecknadel.

"Angefangen hat alles im Juli 2015 mit der Unterbringung von 150 Menschen in einer Schule in Moers", erzählt Hülser. Innerhalb von 24 Stunden sollte dort die Schule so umgebaut werden, dass Feldbetten für die Flüchtlinge aufgebaut werden konnten. Doch mit dem Um- und Aufbau war es für die freiwilligen Helfer noch lange nicht getan. Die Betten mussten, nachdem sie nicht mehr gebraucht wurden, auch wieder abgebaut, gereinigt und eingelagert werden. Aber nicht nur für die vom DRK gestellten Möbel machten sich die Helfer verantwortlich. Die Voerder Bürger wurden zum Beispiel zur Möbelspende aufgerufen. Tische, Schränke und Stühle wurden dann von den DRK-Mitgliedern abgeholt und an die Wohnungen der Flüchtlinge, je nach Bedarf, verteilt.

Die Arbeit für und mit den Flüchtlingen habe gezeigt, dass auch diese "Menschen wie du und ich sind", so der Kreisbereitschaftsleiter. Auch Swana Westhöfer die seit 2012 das DRK beim Jugendrotkreuz unterstützt, hat ausschließlich positive Erfahrungen mit den Flüchtlingen gemacht: "Ich habe so viele tolle und nette Menschen kennengelernt", erzählt sie. Gerade, dass auch Mitglieder des Jugendrotkreuzes so engagiert helfen, macht Carsten Hülser sehr stolz: "Ich habe mich sehr gefreut, dass auch da so viel Engagement gezeigt wurde." Zirka 400 bis 500 Stunden war das Team des DRK-Kreisverbandes im letzten Jahr ehrenamtlich tätig, Anfahrts- und Abfahrtszeiten nicht eingerechnet.

Quelle: RP
 
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