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Dinslaken
Duisburg freut sich auf den Marathon

Dinslaken: Duisburg freut sich auf den Marathon
Ja, wo laufen sie denn? Die Läufer bevölkern am Sonntag wieder Duisburgs Straßen. FOTO: Christoph Reichwein
Dinslaken. Am Sonntag gehören viele Straßen in Duisburg wieder den Marathon-Läufern. Für die Aktiven ist das stets ein großes Ereignis, bei dem die Anwohner an der fast 42 Kilometer langen Strecke Rücksicht üben müssen. Von Hildegard Chudobba

6000 Sportbegeisterte werden sich am Sonntag an der Schauinslandreisen-Arena auf den knapp 42 Kilometer langen Rundkurs begeben. Den Anfang machen um 7.55 Uhr die Handbiker und Rollstuhlfahrer, gefolgt von den Inlinern. Um 9.10 Uhr starten die Halbmarathonläufer, eine gute viertel Stunde später die Ekiden-Staffeln, um 9.30 Uhr die Marathon-Läufer und um 9.50 Uhr die Staffelmarathon-Teilnehmer. Für Zuschauer gibt es als demnach viele Gelegenheiten, Athleten anzufeuern. Die Schnellsten werden nach gut zwei Stunden das Ziel passieren, die letzten im Feld am frühen Nachmittag. Nur wer die Sollzeit von fünfeinhalb Stunden überschreitet, wird vor dem Ziel von der Strecke geholt.

Das wird auf Claudia Henneken mit Sicherheit nicht zutreffen. Die Ausdauerspezialistin aus Köln will wie im Vorjahr erst den Marathon auf Inlinern und dann die exakt 42,195 Kilometer noch einmal "zu Fuß" laufen. Den Schuhwechsel plant sie direkt nach dem Ziel in der Arena, was für sie bedeutet, dass sie pünktlich um 9.30 Uhr wieder an der Startlinie sein muss. Im Vorjahr brauchte sie für den ersten Teil 1:23 Stunden. Mit einer Zeit von drei Stunden, 15 Minuten und 43 Sekunden belegte sie als "Fußgängerin" dann Platz drei in der Frauenwertung.

Marathon-Profis unter den Zuschauern kennen auch Heinz Radomski. Der Läufer vom LC Duisburg ist für gewöhnlich der Letzte im Ziel - aus Überzeugung. Der Meidericher achtet seit 19 Jahren darauf, dass es möglichst alle ins Ziel schaffen. In diesem Jahr muss er aufgrund einer Knie-Verletzung passen. Die Aufgabe des umsichtigen Schlusslichts hat er an einen Freund übergeben.

Der Weg der Athleten führt auf bekannten Routen durch zwölf Duisburger Stadtteile. Zum Teil sind auf dem Asphalt schon die Markierungen zu sehen und die Absperrgitter bereitgestellt worden, so dass sie am Sonntag nur noch in Position gebracht werden müssen. Anwohner wissen mit den Behinderungen längst umzugehen, so zum Beispiel, dass sie möglicherweise erst am späten Mittag wieder an ihr Auto heran kommen. Auch der Nahverkehr wird vom Marathon im Mitleidenschaft gezogen, weil Busse von den üblichen Routen abweichen müssen.

Die Wirtschaftsbetriebe bereiten sich mit einer Art Schlagloch-TÜV auf den 34. Rhein-Ruhr-Marathon vor. Insgesamt 72 Schäden hat Christoph Gehrt-Butry, "Schlaglochbeauftragter" des Stadtsportbunds von seiner Inspektionsreise mitgebracht, die alle rechtzeitig bis Sonntag behoben werden.

Denn vor allem Inline-Skater und die Handbiker, die auf der Geraden bei Geschwindigkeiten von bis zu 40 Stundenkilometern und mehr auf eine ebene Fahrbahn angewiesen sind, sollen nicht von Stolperfallen überrascht werden. Zum zehnten Mal spenden die Gastgeber 50 Cent für jeden Starter an den Duisburger Zoo. Weil der Stadtsportbund gemeinsam mit Jörg Bunert auch den Zoolauf veranstaltet, wird es am Ende des Jahres mehr als 10.000 Euro für den Tierpark geben. Rechnet man die Spendensumme zusammen, so wird in diesem Jahr eine Summe von mehr als 100.000 Euro erreicht.

Auf wer nicht mitläuft, kann Sieger werden: Der Stadtsportbund Duisburg schickt gemeinsam mit Schauinsland-Reisen den Gewinner eines Tippspiels für eine Woche auf die Insel Mallorca. Zu schätzen ist die Siegerzeit bei den Staffeln. Einfach den Coupon (im Internet) ausfüllen und faxen an den Stadtsportbund (Fax: 0203 3000888), per Post schicken: Stadtsportbund Duisburg - Stichwort: Siegertipp - Kruppstraße 8a, 47055 Duisburg. E-Mail: info@stadtsportbund.de. Einsendeschluss ist der 10. Juni. Gewonnen hat, wer nach Stunde, Minuten und Sekunden an der Siegerzeit am nächsten dran ist oder sie sogar ganz genau trifft. Die weiteren Preise gehen an die jeweils nächstplatzierten Zeittipper. Damit alle Mitspieler eine kleine Einschätzung haben, wie schnell die Vierer-Teams die 42,195 Kilometer durch Duisburg schaffen: Das Team 2 von Laufsport Bunert gewann 2016 mit einer Zeit von 2:33,06 Minuten.

Beim 34. Rhein-Ruhr-Marathon haben sich zwei Rollstuhlfahrer und zwei Fußgänger als Team gemeldet. Der Marathon-erfahrene Klaus Oppenberg aus Düsseldorf hat das Team gemeldet. Seine Stieftochter, die mit einer Behinderung im Rollstuhl sitzt, wollte gemeinsam mit ihm ein Rennen bestreiten. Der Freund von Josephine Leschka, Matthias Rinck, ist ebenfalls Rolli-Fahrer und damit war schon der Dritte fürs Team gefunden. Klaus Oppenberg sprach nun seine Bekannte Karin Behrens an. Damit war die Staffel komplett. Für Duisburg peilt das Vierergespann eine Zielzeit von 4:30 Stunden an.

Nnicht nur auf der Strecke eine Menge los, sondern an einigen Stellen im Stadtgebiet gibt es für die Zuschauer kleine oder größere Partys.

Quelle: RP
 
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