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Dinslaken
Ein Ärgernis: Plakate an Dinslakens Laternen

Dinslaken: Ein Ärgernis: Plakate an Dinslakens Laternen
In Dinslaken und Umgebung gibt es jede Menge Veranstaltungen, auf die mit Plakaten hingewiesen wird. Die Hinweistafeln können zum Ärgernis werden, vor allem wenn sie nicht fristgemäß abgenommen werden. FOTO: Dittrich
Dinslaken. RP-Leser Günter Dittrich sind sie ein Dorn im Auge, die vielen Plakate, die die Dinslakener Straßenlaternen "zieren" - insbesondere, weil viele auf Veranstaltungen hinweisen, die längst stattgefunden haben. Von Jörg Werner

Günter Dittrich hat sich auf Fotostreifzug begeben, um zu dokumentieren, dass die Plakate, die Veranstalter an den Laternen, die an Dinslakens Straße stehen, befestigt haben, nicht unbedingt zur Verschönerung des Stadtbilds beitragen. Vollends zum Ärgernis werden für ihn solche Plakate, wenn sie auf Events hinweisen, die im Juli oder gar schon in den Osterferien stattgefunden haben. Und auch dafür hat Dittrich eine ganze Reihe Beispiele gefunden.

Im Rathaus stößt die Kritik auf Verständnis. "Diese Plakate sind in der Tat ein Ärgernis", sagt auch Stadtsprecher Horst Dickhäuser. Und wo die Stadt darauf aufmerksam wird, geht sie auch gegen solchen "Wildwuchs" vor. Allerdings fehlt ihr, wie Dickhäuser erklärt, für eine ständige lückenlose und flächendeckende Kontrolle einfach das Personal. "Wir sind darauf angewiesen, dass uns Bürger informieren und unsere Mitarbeiter, die aus anderen Gründen in der Stadt unterwegs sind, die Augen aufhalten", sagt Dickhäuser.

Prinzipiell gilt, für das Plakatieren muss eine Genehmigung eingeholt werden. Die ist kostenpflichtig und mit Auflagen verbunden. Zum Beispiel müssen die Hinweistafeln so angebracht werden, dass sie nicht zum Verkehrshindernis werden oder eine Verletzungsgefahr für Radfahrer oder Fußgänger darstellen. Und sie müssen auch am Tag nach der Veranstaltung wieder abgeräumt werden. Soweit die Theorie.

In der Praxis sieht es allerdings etwas anders aus. "Mit professionellen Veranstaltern", so berichtet Dickhäuser, "haben wir, was das Plakatieren angeht, fast durchweg gute Erfahrungen." Aber es gibt eben auch etliche, die - wie beispielsweise Vereine - keine Profis in diesen Dingen sind. Im Schnitt gehen bei der Stadt zehn Anträge für verschiedene Veranstaltungen ein, die zum Beispiel zeitgleich an einem bestimmten Wochenende stattfinden. In Spitzenzeiten, beispielsweise im Sommer, steigt diese Zahl auch schon mal auf mehr als Doppelte. Da die jeweiligen Genehmigungen in der Regel für 30 Standorte ausgesprochen werden, kann man sich leicht ausrechnen, wie viele Plakate innerhalb eines ganz begrenzten Zeitraums ins Stadtbild "genagelt" werden. Dazu kommen dann noch die, bei denen die Veranstalter aus Unkenntnis oder um sich die Gebühren zu sparen, erst gar nicht nach einer Genehmigung gefragt haben. Und weil viele Veranstalter gar nicht so genau nachhalten, wo sie ihre Plakate aufgehängt haben, kann es auch leicht passieren, dass sie einfach vergessen und nicht fristgerecht abgehängt.

Wenn die Plakatsünden der Stadt bekannt werden, hat sie die Möglichkeit, Bußgelder von laut Stadtsprecher 100 Euro aufwärts zu verhängen. Das tut sie auch. In ganz hartnäckigen Fällen - Dickhäuser berichtet von einem Veranstalter, der bereits sechs Bußgeldbescheide kassiert hat - kann sie die Genehmigung zum Plakatieren auch verweigern. Letztlich aber bleibt alles eine Frage der Kontrolle, und da sind die Möglichkeiten der Stadt nun einmal begrenzt.

Quelle: RP
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