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Voerde
Ein Bronzevogel für den "Alten"

Voerde: Ein Bronzevogel für den "Alten"
Der Heimatverein Voerde verleiht dem ehemaligen Bürgermeister Leonhard Spitzer (3. von links) den Voerder Vogel. FOTO: Heiko Kempken
Voerde. Heimatverein Voerde überreichte den Heimatpreis an Alt-Bürgermeister Leonhard Spitzer. Von Birgit Gargitter

Überrascht sei er gewesen, geehrt fühle er sich und ein bisschen Stolz schwang auch mit in seiner Stimme, als Alt-Bürgermeister Leonhard Spitzer sich am Montagabend im Rathaus beim Heimatverein und allen Anwesenden aus Politik, Vereinen und Verbänden für den Voerder Heimatpreis, den bronzenen Voerder Vogel, bedankte. "Meine Frau und ich haben überlegt, wie wir den Preis richtig zur Geltung kommen lassen können und gleich einen Bauantrag für einen Anbau gestellt. Dort wird er der Mittelpunkt sein, angestrahlt und gut sichtbar", sagte "Leo" Spitzer mit launigen Worten.

Das natürlich nicht, aber einen Ehrenplatz werde man dem Vogel, im Voerder Volksmund liebevoll, "fette Henne" genannt, schon zuteil werden lassen. Damit die Nachkommen sagen können, "da hat der Alte doch mal was richtig gemacht". Dabei habe er in seiner Amtszeit als Bürgermeister den Heimatverein nicht anders behandelt als all die anderen Vereine. Er habe mit Hermann Klein und Karl Göllmann zwei Vertraute gehabt, die ihm, ging es um Heimatfragen, schon den rechten Weg gewiesen hätten.

Wie bereits seine Vorredner, Heimatvereinsvorsitzender Heinz Boß, Bürgermeister Dirk Haarmann, Dr. Ulrich Krüger und der stellvertretende Landrat Josef Devers, ging auch Spitzer auf die traurigen Ereignisse von Paris ein, auf den Terroranschlag, der rund 130 Menschenleben forderte. Er mahnte, die Flüchtlingsdebatte nicht mit den Terroranschlägen zu vermengen. Auch er sei einst ein Flüchtling gewesen und trage die Wunden noch heute in sich. "Wir müssen alles tun, um den Menschen, die zu uns kommen, ein Stück Heimat zu bieten, damit sie sich hier so wohl fühlen können, wie ich es tue."

Für Heimat und Brauchtum stehe der Heimatverein Voerde, der nach längerer Pause den Voerder Heimatpreis wieder reaktiviert hat. Nur ein wenig kleiner als das Original einst war, "dadurch passt es besser auf den Kaminsims oder ins Regal", so Bürgermeister Dirk Haarmann. Ob in ursprünglicher oder in handlicher Größe: "Der Vogel steht heute für den Witz und die Bodenständigkeit der Voerder Bürgerinnen und Bürger", erklärte Heinz Boß. Auf den Heimatgedanken ging auch Dr. Ulrich Krüger, früherer Voerder Bürgermeister und heutiger Bundestagsabgeordneter, ein. Heimat stehe für die Landschaft, in der der Mensch hineingeboren werde, die ihn präge und seine Werte bestimme.

Mit der Verleihung des Voerder Heimatpreises an Leonhard Spitzer habe der Heimatverein einen Mann geehrt, "der sich für Brauchtum einsetzt und seine Heimat hier fand". Mit der Preisvergabe an Hermann Klein (vor wenigen Monaten) und Leonhard Spitzer habe der Heimatverein gleich zweimal ins Schwarze getroffen.

Krüger mahnte aber an, dass die Stadt Voerde nun dafür sorgen müsse, dass das Leben im Ort lebenswert sei. Dazu gehörten auch ein vielfältiges und ansprechendes kulturelles Angebot.

Quelle: RP
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