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Dinslaken
Ein Lichterfest im Herzen Lohbergs

Dinslaken: Ein Lichterfest im Herzen Lohbergs
FOTO: Gerd Hermann
Dinslaken. Das zweite Spektakel auf dem Johannesplatz lockte am Samstag zahlreiche Gäste an. Von David Knapp

Im November jeden Jahres feiern die Thailänder das Lichterfest Loy Krathong. Loy Krathong - das heißt soviel wie "schwimmendes Minifloß" und bezieht sich auf die kleinen Kerzen-Schiffchen, die die Thailänder bei Einbruch der Dunkelheit zu Wasser lassen. Damit wollen sie sich von Ärger, Groll, Pech und Ängsten befreien.

Auch beim zweiten Lichterfest in Lohberg wurden dieses Jahr dutzende Kerzen-Schiffchen im Bergpark zu Wasser gelassen. Dabei ging es aber weniger um spirituelle Befreiung, vielmehr stand die Gemeinschaft im Stadtteil im Vordergrund: "Wir wollen zusammenkommen und ein tolles Fest feiern", beschrieb Yasemin Köksür, Zuständige für die Gemeinwesenarbeit im Kinderschutzbund Dinslaken, die Idee zum Lichterfest. Denn die vom Forum Lohberg initiierte Aktion zugunsten der Fliehburg war nur ein Teil des Nachbarschaftsfestes, das auf und um den Johannesplatz in Lohberg gefeiert wurde.

"Der Marktplatz ist das Herz von Lohberg. Wir bringen hier Licht rein, machen Stimmung, beleben den Marktplatz", so Köksür, die das Lichterfest schon im vergangenen Jahr koordiniert hatte. Im Vergleich zu 2014 konnten sich die Lohberger in diesem Jahr über doppelt so viele Stände freuen. Eine Handwerkerbörse, kulinarische Stände und lokale Vereine, die den Stadtteil mitprägen, präsentierten ihre Arbeit. Köksür war es wichtig, zum einen nur Vereine und Institutionen aus dem Stadtteil mit ins Boot zu holen. Zum anderen war es die Absicht, sich möglichst breit aufzustellen: "Für Groß und Klein, jede Kultur und Nationalität." So gab der VfB Lohberg Einblicke in die Vereinstätigkeit, die Frauen und Männer von der Halben Treppe gaben Ausblicke auf kulturelle Höhepunkte im Stadtteil und die Schülerpersonalagentur verschaffte einen Überblick über Berufsmöglichkeiten für Schulabgänger. "Gerade von der Jugend kommt da Engagement", freute sich Köksür über die vielen jungen ehrenamtlichen Helfer. Das Fest sollte auch Begegnungen ermöglichen, die im Alltag vielleicht so nicht zustande kommen würden. Die Nachbarschaft stärken, indem man auf ungezwungene Gespräche einlässt und bei einem Snack miteinander in Kontakt tritt - so das Credo des Lichterfestes.

Nebenbei gab es auf dem Johannesplatz auch noch ein buntes musikalisches Programm auf die Ohren. Köksür zog für das zweite Lohberger Lichterfest ein durchweg positives Fazit: "Wir merken, dass viel mehr Andrang ist. Man sieht hier nicht nur Lohberger. Das ist eine sehr große Freude."

Quelle: RP
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