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Dinslaken
Ein Ort für Konzerte, Theater und Events

Dinslaken: Ein Ort für Konzerte, Theater und Events
Die Kohlenmischhalle als Ort der Kultur: Im Rahmen der Ruhrtriennale wurde hier mehrfach das Stück "Accattone" aufgeführt. FOTO: Heiko Kempken
Dinslaken. Die Zukunft der Kohlenmischhalle ist nach wie vor ungewiss. Nachdem die Pläne für einen zentralen Betriebshof vom Tisch sind, blickt nun alles auf die RAG. Die hat Pläne.

Die Kohlenmischhalle der ehemaligen Zeche Lohberg wird wohl kein Bestandteil eines zentralen Betriebshofes. Die Pläne sind offensichtlich vom Tisch. Für den Eigentümer, die Firma RAG Montan Immobilien, wäre die Lösung mit dem Betriebshof die beste, würde sie auch Geld in die Kassen spülen. Doch die Halle passt nicht in das Betriebshof-Konzept der Stadt (wir berichteten). Die Eröffnung der Ruhrtriennale hat aber gezeigt, was in der Halle passieren kann.

Was macht nun die RAG mit dem markanten Bauwerk, das die Szenerie mit dem Förderturm und den alten Gebäuden prägt. Ein Abriss der Halle sei zu keinem Zeitpunkt eine Option gewesen, so Bernd Lohse, Projektleiter bei der RAG Montan Immobilien. Jetzt gehe die Überlegung in Richtung Zwischenlösungen, in Richtung Events. Bis eine endgültige Nutzung feststeht. Vielleicht kommt nächstes Jahr die Ruhrtriennale wieder nach Lohberg, weitere Veranstaltungen im Rahmen der Extraschicht seien möglich, wie schon mal vor einigen Jahren. Die ersten beiden Extraschichten in Lohberg 2010 und 2011 verwandelten die Kohlenmischhalle in ein Lichtermeer aus Kerzen und in einen Schauplatz einer Schauspiel-Performance mit viel Pyrotechnik und Musik. Auch können in der 210 Meter langen und 34 Meter hohen Halle Auftritte von Philharmonieorchestern stattfinden, meint Lohse.

Die Halle als Bestandteil eines Betriebshofes ist für die RAG nicht die erste Wahl gewesen, sagt Lohse. Auch kommen Firmen aus der Recycling-Branche nicht zum Zuge. Man könnte die Halle sofort an eine Recyclingfirma verkaufen, erklärt der Projektleiter. Es gebe konkrete Anfragen für eine Nutzung der Halle. Vielleicht gehört Lohberg demnächst zu den Orten, an denen ein Rekord für das Guiness-Buch aufgestellt wurde. Jemand, der in der Sparte Kugelbahn die bestehende Bestleistung knacken möchte, benötige eine hohe Halle. So eine Bahn lasse sich in der ehemaligen Kohlenmischhalle gut aufbauen. Und an ein paar Tagen könnte man sie für Besucher öffnen, meint Lohse.

Und da sind noch die Pläne, das Dach mit einer Solaranlage zu bestücken. Daran hält die RAG Montan Immobilien auch fest. Einfach zuklatschen, wie es Lohse formuliert, dürfe man das Hallendach aber nicht, es müsse gemeinsam mit dem Förderturm ins Bild passen. Wie es funktionieren könne, werde nun geprüft.

Wie berichtet, hat die Stadtverwaltung offensichtlich von den Plänen Abstand genommen, auf dem Gelände der Kohlenmischhalle einen zentralen Betriebshof für den Din-Service zu errichten, weil der Platz nicht ausreichen soll. Wasser auf die Mühlen der CDU: "Aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten und angesichts der hohen Kosten von deutlich über 20 Millionen Euro hatten wir den Standort ja schon abgelehnt. Da die Sanitärräume an der Otto-Lilienthal-Straße für über eine halbe Million Euro ertüchtigt wurden, können wir nun in aller Ruhe nach einem anderen Standort Ausschau halten", erklärte der CDUFraktionsvorsitzender Heinz Wansing.

SPD-Fraktionsvorsitzender Jürgen Buchmann will mit einer Meinungsäußerung warten, bis Planungsdezernent Dr. Thomas Palotz der Politik im nächsten Betriebsausschuss genau erklärt hat, warum sich das ehemalige Zechengelände nicht eignen soll.

Planmäßig wird der Betriebsausschuss am 25. November wieder tagen.

(mt/kub)
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