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Reportage Am Montag
Ein perfektes Steak in wenigen Minuten

Reportage Am Montag: Ein perfektes Steak in wenigen Minuten
Grillmeister Stefan van den Eertwegh (Gourmetfleisch.de, links) und Frank Klinger am Steakgriller. FOTO: Florian Langhoff
Dinslaken. Frank Klinger betreibt an der Lanterstraße in Dinslaken eine Firma für Maschinenbau. Mit dem "Steakgriller" sorgt er nun auch für freudig gestimmte Grill-Begeisterte, denn sein Produkt verleiht dem Fleisch eine besondere Geschmacksnote. Von Florian Langhoff

Dinslaken Auf dem Hof der Firma Klinger Maschinenbau an der Lanterstraße ist eine Grillparty der besonderen Art im Gange. Zur Produktvorstellung ihres "Steakgrillers" haben Antje und Frank Klinger sich Gäste eingeladen und mit Gourmetfleisch.de einen Partner ins Boot geholt. "Das Besondere am Steakgriller ist, dass wir hier Temperaturen von bis zu 800 Grad erreichen", erklärt Frank Klinger. Normale Grills schaffen eben die Hälfte davon. Das gasbetriebene Grillgerät mit Hochtemperatur sorgt dafür, dass die so genannte Maillard-Reaktion eintritt. "Dafür braucht es eine Temperatur von mehr als 400 Grad. Die erreichen normale Grills nicht", so Klinger. "Durch die hohe Temperatur wird das Fleisch braun und karamellisiert."

An der Batterie, der hier aufgebauten Steakgriller, rotiert Stefan van den Eertwegh, vom Wild-West-BBQ-Team, das im vergangenen Jahr die Grillmeisterschaft in NRW gewann. Immer wieder schiebt er Fleischscheiben in die Grillgeräte. "Die werden im oberen Bereich des Gerätes bei 800 Grad rund eine Minute von jeder Seite angebraten. Danach garen sie unten im Gerät bei etwa 400 Grad nach", verrät der Grillprofi. "Das heißt, so ein Rumpsteak ist in sechs bis sieben Minuten fertig." Und zwar perfekt medium gegrillt. Dabei ist der Grillprofi begeistert von den speziellen Grills aus Dinslaken. "Zum einen bleibt hier die Hitze im Gerät, was beim Anbraten der Steaks hilft", erklärt er. "Zum anderen erkennt man jetzt schon die gute Qualität der Geräte." Die sind bei der Veranstaltung nämlich einem echten Härtetest ausgesetzt. "Das ist natürlich kein Vergleich zu einer normalen Nutzung", sagt Stefan van den Eertwegh.

Das perfekte Steak: Es dauert nur wenige Minuten, bis ein perfekt gegrilltes Stück Fleisch den Steakgriller verlässt. Für Grill-Enthusiasten ein ganz besonderes Geschmacksvergnügen. FOTO: Langhoff Florian

Die Gäste rund um den Grillstand, die jeweils kleine Happen der verschiedenen Fleischvariationen von Gourmetfleisch.de bekommen, sind begeistert von dem, was sie da geboten kriegen. "Ich glaube, ich habe noch nie so ein gutes Steak gegessen", schwärmt einer der Besucher.

Die Idee zum Bau der speziellen Grills kam Frank Klinger, als das erste Gerät dieser Art auf den Markt kam. Schon im Bereich Maschinenbau verbessert er mit seinem Unternehmen Maschinen und eine Verbesserung dieser Art von Grill hat er sich auch mit dem Steakgriller auf die Fahne geschrieben. So wird der gasbetriebene Grill, dessen Gehäuse komplett aus Edelstahl besteht, mit einer Piezo-Zündung gestartet. "Man muss also nicht noch mit Streichhölzern hantieren", erklärt Frank Klinger. Zudem steht der Steakgriller auf festen Füßen und lässt sich, selbst bei erreichter Maximaltemperatur von 800 Grad, noch bequem an eine andere Stelle befördern. "Die Stangen oben am Gehäuse werden nicht heiß", erklärt Frank Klinger. Außerdem sind alle Teile, die im Betrieb des Steakgrillers verschmutzen, ganz einfach zu entfernen und können in der Spülmaschine gereinigt werden. "So muss man das nicht alles umständlich von Hand putzen", sagt Klinger.

Die Prototypen für die Grills wurden im Dinslakener Betrieb gebaut. Für die Serienfertigung werden die Einzelteile außerhalb gefertigt, aber in Dinslaken zusammengesetzt. "Aber alle Teile kommen aus Deutschland", sagt Frank Klinger. In der Halle, wo jetzt die besonderen Grills entstehen, war früher der Druckkesselbau des Maschinenbau-Unternehmens untergebracht. "Für den Steakgriller haben wir extra eine neue GmbH gegründet und uns zum ersten Mal mit Dingen wie Internetshops beschäftigt", berichtet Frank Klinger. "Das war für uns schon eine neue Erfahrung." Jetzt ist allerdings alles für den Vertrieb eingerichtet.

Dabei steht Qualität im Vordergrund. Die Geräte werden allesamt von Hand zusammengebaut und unter Gas getestet. "Dabei brennen sich zum Beispiel auch die Dichtungen ein", sagt Frank Klinger. Erst wenn alles perfekt funktioniert, wird das Gerät an den Kunden geliefert. Die müssen für die absoluten High-End-Grills dann aber auch einigermaßen tief in die Tasche greifen. In der kleinen Variante kostet der Steakgriller 599 Euro. Die neu entwickelten größeren Varianten schlagen mit über 1200 Euro zu Buche. "Dafür kann man in unserem Steakgriller Plus aber auch seinen eigenen Dönerspieß grillen", sagt Frank Klinger.

Neben dem Steakgriller gibt es auf der Internetseite des Unternehmens auch noch einiges an Grillzubehör zu kaufen: vom Schneidebrett bis zum Set zum Servieren. www.steakgriller.de

Quelle: RP
 
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