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Voerde
Ein stimmungsvolles Geburtstagskonzert

Voerde: Ein stimmungsvolles Geburtstagskonzert
Das Orchester der Musikschule Voerde gab zum 15-jährigen Bestehen ein Konzert im großen Sitzungssaal des Voerder Rathauses. FOTO: Heiko Kempken
Voerde. Musikschule Voerde feierte im Rathaus ihr 15-jähriges Bestehen mit vielen Gästen und einem bunten Programm. Von Sara Schurmann

Wie südamerikanischer Schwung zu Wiener Blut passt, zeigte sich am Samstagabend beim Salonkonzert der Musikschule Voerde. Diese wollte mit dem Konzert gleich zwei Jubiläen feiern: "Seit 15 Jahren gibt es nun die Musikschule und damit auch das Orchester", sagte Leiter Burkhard Tillmann stolz, als er das Publikum im Rathaus begrüßte. Mit einem Karnevalskonzert habe damals die musikalische Karriere der Schule begonnen. Und wenn er sich nicht verzählt habe, dann sei dieses Konzert bereits das 37., das im Rathaus stattfindet.

Mit der winterlichen "Schlittenfahrt" - Glockenläuten und Pferdewiehern inklusive - von Leroy Anderson stimmte das Orchester die Zuschauer auf ein Konzert mit vielen verschiedenen Stimmungen, Klängen und Einflüssen ein. Denn, wie die erste Vorsitzende Martina Reimann betonte, sei auch die Musikschule Voerde eine kunterbunte Gemeinschaft: "Uns alle verbindet etwas ganz Besonderes - die internationale Sprache der Musik."

Weiter ging es mit mal langsamen und sanften, dann mit flotten und fröhlichen Klängen in Emil Waldteufels "Die Schlittschuhläufer op. 183", das mit einem imposanten Crescendo endete. Burkhard Tillmann, selbst sonst an der Violine, gab zum "Radetzky-Marsch" von Johann Strauß I. die Melodie auf der Trommel an, welche das Orchester aufnahm und selbst eindrucksvoll piano oder forte umsetzte.

Polnische Tanzmusik kam dann mit Johann Strauß' II. "Tritsch-Tratsch Polka" auf, bevor es beim "Liebesleid" von Fritz Kreisler etwas melancholischer wurde. Anschließend spielte Kyusang Jeong auf der Klarinette, während das restliche Orchester ihn musikalisch unterstützte. Auch bei der "Klarinettenpolka" von Richard Mauz überzeugte der Solist - während die Streicher die Hintergrundmusik durch Staccatos angaben, erzählte er mit seiner Klarinette eine ganz eigene und überaus gefühlvolle Geschichte. Danach gab es ein anerkennendes Nicken vom Leiter und ein zufriedenes Lächeln von Kyusang Jeong selbst.

Während das Orchester bei "Wiener Blut" oder auch das Folk-Ensemble bei dem Stück "Chiquilin de Bachin" ganz klassisch daher kamen, mutete "Tico-Tico no fuba" zunächst einmal überraschend unkonventionell an. Grund dafür war die Sambagruppe unter Leitung von Franz Schäfer, die mit verschiedenen Rhythmusinstrumenten etwas südamerikanische Atmosphäre verbreitete.

Gitarre, Trommeln, Rasseln und Triangel verbanden sich auch zuletzt mit Violinen, Querflöten, Klarinetten und Klavier zum beeindruckenden "Apanhei-te cavaquinho" - das mit einem deutlichen "Wow" aus dem Publikum endete.

Quelle: RP
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