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Oktoberfest in Voerde
Ein Stück "Wiesn" in Friedrichsfeld

Oktoberfest in Voerde: Ein Stück "Wiesn" in Friedrichsfeld
Bei der Kapelle "D'Edelweißbuam" sang auch die Damenwelt kräftig mit. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Beim Oktoberfest des BSV Friedrichsfeld können sich die Gäste fühlen wie auf der "Wiesn" im fernen München. "D'Edelweißbuam" sorgten für Stimmung. Von Florian Langhoff

Schon beim Blick von außen auf die Mehrzweckhalle des BSV Friedrichsfeld bekommt man als Besucher den Eindruck, sich in einem ganz anderen Teil der Bundesrepublik zu befinden. Hier sieht es eher nach Bayern aus, denn nach Niederrhein. Frauen stehen im Dirndl vor der Türe, Männer tragen in Lederhose und Karohemd Haxen, Sauerkraut und Leberkäse vom Stand der Metzgerei Engelbrecht vor der Türe ins Innere der Mehrzweckhalle.

Die kann sich zwar in Sachen Größe und Besucheranzahl naturgemäß nicht mit den großen Festzelten auf der Münchener "Wiesn" messen, aber zumindest ein Hauch der Atmosphäre des größten Volksfestes der Welt weht durch die Halle. Das ist vor allem dem Bataillon des Schützenvereins zu verdanken, das bereits zum sechsten Mal das Oktoberfest in der Halle des Vereins organisiert. "Wir waren schon einige Tage damit beschäftigt, die Halle zu dekorieren", sagt der Bataillons-Kommandeur Dirk Gühnemann.

Ein Aufwand, der sich gelohnt hat. An der Hallendecke reihen sich blau-weiße Wimpel aneinander. Dazu kommen Landesflaggen des Freistaates. Im hinteren Teil der Halle findet sich ein Verkaufsstand in Gestalt einer urigen Hüttenkonstruktion, daneben als Kontrast die modern gehaltene in Blau beleuchtete Cocktailbar. "Man muss fürs Oktoberfest nicht nach München fahren", kommentiert ein Besucher beim Betreten der Halle die bajuwarisch geprägte Aussicht. Für rustikalen Spaß sorgt ein hier aufgestellter Holzbalken, in den die Gäste Nägel schlagen können, vorzugsweise mit einem einzigen Schlag. Ein Kunststück, dass einiges an Fingerfertigkeit erfordert, und so nicht allen beim ersten Anlauf gelingt.

Schnell füllt sich die Halle. Mehr als 250 Gäste erwarten die Organisatoren. "Es kommen viele Besucher aus Friedrichsfeld hierhin aber auch Menschen aus der Umgebung, die es hier gemütlicher finden, als auf den größeren Oktoberfesten in der Nähe", erzählt Dirk Gühnemann. Das Publikum ist demnach auch bunt gemischt.

Hier treffen Teenager auf Senioren und alle haben anscheinend Spaß zusammen. Als die Kapelle "D'Edelweißbuam" in die Halle marschiert und mit typisch bayrischer Stimmungsmusik anfängt, das Publikum zu animieren, hat man wirklich kurz den Eindruck, im Herz der "Wiesn" in München zu sein. Besucher stehen auf, Klatschen den Takt der Musik mit, Schunkeln teilweise auf den Sitzbänken. Volksfeststimmung.

Die geht auch im weiteren Verlauf des Abends nicht verloren. Maßkrüge und Weißbiergläser wandern von der Theke in Richtung des Publikums. "In Bayern ist Bier ein Grundnahrungsmittel", stellt einer der Gäste beim Anstoßen mit einigen Freunden fest. Natürlich gehört die passende Verpflegung ebenso zum Volksfest, wie die richtige Stimmung. Für die sorgt, wenn "D'Edelweißbuam" mal eine Pause machen, DJ Wolfgang. Dann füllt sich die Tanzfläche vor der kleinen Bühne und es kommt Discoatmosphäre auf. Einen Schuhplattler gibt es zwar nicht zu sehen, trotzdem ist die Stimmung gut.

Kein Wunder, dass man auch von den Besuchern des Oktoberfestes nichts Negatives zu hören bekommt. Für Lutz Müller aus Friedrichsfeld war nach Besuchen in den vergangenen beiden Jahren klar, dass er wieder hierhinkommen wird. "Man trifft hier Bekannte, die man sonst nicht so häufig sieht und die Stimmung und Atmosphäre sind immer gut", sagt der 56-Jährige. Zur Atmosphäre tragen für ihn auch die Besucher bei. "Ich finde es klasse, dass die meisten Leute hier Trachten tragen", sagt er, selbst in Karohemd und Lederhose unterwegs. Wenn es im kommenden Jahr wieder ein Oktoberfest hier gibt, werden sicher viele der Besucher wieder nach Friedrichsfeld kommen.

Quelle: RP
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