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Dinslaken
Ein Toter bei Wohnungsbrand in Hochfeld

Dinslaken. Schon wieder ist in Duisburg ein Feuer ausgebrochen. Ein 62-Jähriger kam dabei ums Leben. Von Carolin Skiba und Christoph Reichwein

Ein Toter und acht Verletzte sind die traurige Bilanz des Brandes, der die Duisburger Feuerwehr in der Nacht von Freitag auf Samstag in Atem gehalten hatte. Gegen 4.20 Uhr brach das Feuer in der ersten Etage eines vierstöckigen Mehrfamilienhauses in Hochfeld aus. Gleich mehrere Personen hatten die Feuerwehr alarmiert, wie Oliver Tittmann, Leiter der Duisburger Feuerwehr, mitteilte.

Insgesamt 60 Kräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr sowie Rettungskräfte waren im Einsatz. "Wir wussten, dass Personen im Gebäude sind, deshalb sind wir sehr massiv, also mit vielen Leuten, ausgerückt", sagt Tittmann. Bei Eintreffen der Feuerwehr loderten die Flammen bereits aus den Fenstern im ersten Obergeschoss. Relativ schnell hatte sich das Feuer durch die Decke gefressen, so dass später auch das zweite OG in Flammen stand. Es sei ein sehr intensiver Brand gewesen, so Tittmann. "Wir haben uns dann natürlich erst mal um die Personenrettung gekümmert."

Die Bewohner des Hauses hatten sich teilweise auf die Balkone gerettet. "Auch auf dem Dach haben sich Personen befunden", sagt der Feuerwehrchef. Ein Familienvater, der mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in der obersten Etage lebt, war mit ihnen aufs Dach geklettert, um sich in Sicherheit zu bringen. Auch eine Mutter mit drei Kindern befand sich dort.

Durch die starke Hitze war das Treppenhaus zunächst nicht als Rettungsweg benutzbar. Sogar einige Schläuche seien durch die hohen Temperaturen zerstört worden, sagte Tittmann. Über zwei Drehleitern konnten die Menschen gerettet und in die umliegenden Krankenhäuser transportiert werden.

Für einen 62-jährigen Mann, der in der zweiten Etage, also direkt über dem Brandherd, wohnte, kam die Hilfe allerdings zu spät. Er konnte zwar noch ins Krankenhaus gebracht werden, erlag dort aber kurze Zeit später seinen Verletzungen. Acht weitere Personen erlitten Rauchgasvergiftungen.

Die Ursache des Feuers war bis Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Ein Sachverständiger war gestern im Haus unterwegs, das wegen der Feuerschäden und des Löschwassers einsturzgefährdet war und deshalb versiegelt wurde. Die Bewohner kamen bei Freunden oder Verwandten unter.

Der Brand ist nach Aussage des Feuerwehrleiters einer von fünf schwerwiegenden Bränden, die in den vergangenen Wochen in Duisburg gewütet hatten. "Es ist wirklich heftig zurzeit", sagte Tittmann. Woran das liege, könne er nicht sagen. "Es gibt leider einfach Zeiten, da kommt so etwas vor."

Quelle: RP
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