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Dinslaken
Ein Wasserzeichen für die Averbruchschule

Dinslaken. Ein immer größer werdender Teil der Flächen in Städten ist versiegelt: durch Wohn- und Geschäftsräume, Parkplätze und Verkehrswege. Niederschläge, die auf diese Flächen fallen, können nicht mehr in den Boden gelangen, sondern fließen in der Regel über die Kanalisation ab. Das ist an der Averbruchschule Vergangenheit.

Grundsätzlich wird in vielen Fällen Regenwasser zusammen mit Abwasser in der nächsten Kläranlage gereinigt. Das Ableiten von Regenwasser in die Kanalisation verursacht hohe Kosten, denn Abwasserkanäle müssen auf die Spitzenbelastung bei Starkregen ausgelegt werden. Die Kosten für diese Infrastruktur werden auf alle Nutzer umgelegt. Aber nicht nur finanziell schlägt dies zu Buche. Die Gewässer sind quasi die Leidtragenden. Das abgeleitete Regenwasser fehlt beim Neubilden von Grundwasser.

Wird Regen über die Kanalisation abtransportiert, dann steht er dem natürlichen Wasserhaushalt nicht mehr zur Verfügung und fehlt in Flüssen und in Bächen. Die Gewässer unserer Region jedoch benötigen eine durchgängige Wasserversorgung, ohne Trockenstände oder extreme Hochwässer, um ihre vielfältige Tier- und Pflanzenwelt entwickeln zu können.

Ein weiterer Aspekt: Selbst große Kanäle können bei Starkregenereignissen die Wassermassen nicht mehr komplett bewältigen. Aus diesen ökologischen Gründen ist es allemal besser, Regenwasser vor Ort versickern zu lassen.

Dem kommunalen Fachdienst Tiefbau ist das mit einer sogenannten Rigole, einer unterirdischen Möglichkeit des Versickerns, und einer Investition von 65.000 Euro, davon 20.000 Euro Zuschuss der Emschergenossenschaft, gelungen. Aus diesem Grund hat der spendable Wasserwirtschaftsverband der Schule symbolisch das sogenannte "Wasserzeichen" verliehen.

Quelle: RP
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