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Dinslaken
Eindeutiges Ja zum Bäderkompromiss

Dinslaken: Eindeutiges Ja zum Bäderkompromiss
Kein Platz blieb gestern im Vereinsheim der SGP Oberlohberg frei. 128 Mitglieder des Freibadvereins waren gekommen, um über die Zukunft der Dinslakener Bäder abzustimmen. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Mit einer überwältigenden Mehrheit von 123 Ja- gegen fünf Nein-Stimmen haben die Mitglieder des Hiesfelder Freibadvereins gestern für den vom Bürgermeister vorgeschlagenen Kompromiss zur Zukunft der Bäder gestimmt. Von Jörg Werner

Am Ende konnte Bürgermeister Dr. Michael Heidinger das von den Organisatoren des Bürgerbegehrens unterzeichneten Schreiben mit ins Rathaus nehmen, mit dem diese erklären, dass das Begehren ruht, bis der Rat eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Dinslakener Bäder getroffen hat. Das soll dieser laut Bürgermeister in einer Sondersitzung am 13. Juli tun. Wenn dann alles so kommt, wie geplant, könnte das sanierte Freibad in Hiesfeld im Jahr 2020 wieder eröffnen. Vorausgegangen war eine Abstimmung der Mitglieder des Freibadvereins, deren Ergebnis an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig ließ und das Vereinsvorsitzender Thomas Giezek und der Bürgermeister gleichermaßen mit sichtbarer Erleichterung quittierten.

Roland Weber, einer der Organisatoren des Bürgerbegehrens, hatte zu Beginn betont, dass er und seine zwei Mitstreiter das Mitgliedervotum akzeptieren wollten, obwohl sie - rein juristisch betrachtet - dazu nicht verpflichtet wären. Dann allerdings machte er noch einmal kräftig Stimmung für die Forderungen des Bürgerbegehrens, das die drei Unterzeichner ja auch mit einem eindeutigen Votum der Vereinsmitglieder auf den Weg gebracht hatten.

Weber pries die Vorzüge der Lösung, das Freibad mit einem Becken von 50 mal 25 Metern auszubauen, es mit einer Traglufthalle auszustatten und eine Halle mit Lehrschwimmbecken neu zu errichten. Dies mache das Bad ganzjährig nutzbar, berücksichtige die Interessen der Vereine wie die der Öffentlichkeit und sei zudem mit Blick auf die notwendigen Investitionen im Vergleich zur entstehenden Wasserfläche auch noch die preisgünstigste Variante. Den Schwimmvereinen, die das konträre Bürgerbegehren gestartet haben, das fordert das DINamare auszubauen und dafür auf das Freibad Hiesfeld zu verzichten, warf Weber vor, dabei nur ihre eigenen Interessen in den Vordergrund zu stellen.

Dem widersprach der Bürgermeister allerdings entschieden. Der von ihm vorgeschlagene Kompromiss, dem die Schwimmvereine bereits zugestimmt haben, ziele ja gerade darauf, dass alle Interessen berücksichtigt würden. Die Schwimmvereine erhielten im DINamare keine zusätzlichen Flächen, sondern könnten wie bisher auch weiter vier Bahnen nutzen. Die Öffentlichkeit dagegen profitiere, weil sie dann das bestehende Becken im DINamare komplett nutzen könne. Auch die Kostenrechnung des Bürgermeisters fiel anders aus. Entscheidend sei nicht die Höhe der Investitionen, sondern wie diese und die Betriebskosten, die Bilanz der Stadtwerke, die die Bäder finanzieren sollen, belasten. Da schlügen die Forderungen des Freibadvereins mit 970.000 Euro jährlich zu Buche, die der Vereine und die seines Kompromisses aber nur mit 674.000 Euro.

Am Ende der Diskussion waren die Mitglieder des Freibadvereins, wie es einige deutlich formulierten, dann offenbar der Auffassung, dass sie mit dem Kompromissvorschlag genau das bekommen, was sie doch eigentlich immer gewollt haben: Das Freibad bleibt in der jetzigen Größe erhalten. Am DINamare, so sieht es der Kompromiss vor, soll ein zusätzliches 25-Meter-Becken mit vier Bahnen entstehen und ein neues Kursbecken von zehn mal zehn Metern.

Quelle: RP
 
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