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Dinslaken
Eine Börse für das Ehrenamt

Dinslaken. Im Rathaus Dinslaken präsentierten sich 20 Organisationen.

Ein ordentliches Gewusel herrschte im Ratsaal: Verantwortlich dafür waren keine Politiker, die über Stadtbelange diskutierten, sondern Ehrenamtliche, die für einen Tag in den Vordergrund rückten. Zum fünften Mal hat die Freiwilligenzentrale in dieser Woche ihre Ehrenamtsbörse veranstaltet. Das Treffen dient seit jeher nicht nur zur Anerkennung der wichtigen Arbeit, sondern ist auch ein Ort, um Kontakte zu knüpfen und sich persönlich auszutauschen. Zudem stellten rund 20 Organisationen Möglichkeiten vor, wie man sich auf freiwilliger Basis in Dinslaken einbringen kann.

Die Freiwilligenzentrale läuft zwar unter der Schirmherrschaft der Caritas, ist aber ein Verbund vieler gemeinnütziger Verbände, Vereine, Institutionen oder Gruppen in der Stadt, die sich in unterschiedlichen Bereichen engagieren. Zum Trägerbündnis gehören neben der Caritas die Arbeiterwohlfahrt, die Diakonie, das Rote Kreuz, der Partitätische Wohlfahrtsverband und die Stadt Dinslaken. Die Freiwilligenzentrale vermittelt die Helfer dann in ganz verschiedenen Tätigkeiten.

"Wir haben eine breite Mischung an Angeboten", sagt Lore Penzel von der Freiwilligenzentrale. Wer sich engagieren möchte, kann sich von ihr oder einer Kollegin beraten lassen. "Was kann ich? Was möchte ich? Wie viel Zeit habe ich? Das sind fragen, die wir versuchen zu klären", sagt Penzel. Rund 35 Prozent der Dinslakener zwischen 45 und 59 Jahren würden sich freiwillig einbringen. Das mache Mut. Derzeit nimmt vor allem die Flüchtlingssituation einen großen Teil der Arbeit von Penzel ein. Viele Helfer bieten ihre Unterstützung an. Die Ehrenamtsbörse möchte aufzeigen, welche unterschiedliche Möglichkeiten es für freiwillige Arbeit gibt. Sei es bei der Tafel, im Hospiz oder eben in der Flüchtlingshilfe. "Die Menschen helfen, wo es nötig ist", sagt Penzel. "Ohne Aussicht auf Karriere und Ehre."

(rku)
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