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Dinslaken
Eine Koordinierungsstelle für Integration

Dinslaken. Auch wenn der Zustrom geflohener Menschen sich verlangsamt hat und die Beteiligten, Stadt und Caritasverband, Zeit zum Durchatmen gewonnen haben, ändert das nichts an einer Tatsache: Die vielfältigen Bemühungen um die Integration der Geflohenen sind eine Daueraufgabe, und die wird es auf lange Sicht bleiben. Deshalb wird die Stadtverwaltung eine besondere Koordinierungsstelle schaffen.

Das Unterbringen, Betreuen und gesellschaftliche Verankern der Ankömmlinge ist unter administrativen Gesichtspunkten eine Herausforderung mit vielen Schnittstellen, angefangen bei der Personalbemessung, insbesondere im Bereich Jugend und Soziales über die Stabsstelle Stadtentwicklung bis zu den Fachdiensten Tiefbau und Hochbau. Was bisher fehlt, ist gewissermaßen eine Instrument zum Steuern aller Maßnahmen. "Die Situation der letzten Wochen und Monate hat uns, wie viele andere Kommunen, geradezu überrollt", hißmes aus der Stadtpressestelle.

Abgesehen vom strategischen Ansatz und der engen Zusammenarbeit mit Organisationen und Behörden, die mit im Spiel sind, geht es um das Erstellen und Aktualisieren von relevanten Daten für ein umfassendes Berichtswesen, für das bislang die Zeit fehlte, ebenso um die Vertragsabwicklung mit freien Trägern oder beispielswiese mit Krankenkassen. Weitere Punkte sind die dringende Akquise von Wohnraum, die Kooperation mit der Ausländerbehörde und die Funktion als zentraler Ansprechpartner innerhalb und außerhalb der Verwaltung. Die Stadtverwaltung spricht von einem insgesamt hohen Aufwand beim Koordinieren und Steuern zum Beherrschen der neuen Herausforderung. Anders ausgedrückt: Bisher hatte man nur Zeit zu reagieren, jetzt soll mehr planvoll agiert werden. Die neue Stelle wurde verwaltungsintern ausgeschrieben. Eine qualifizierte Mitarbeiterin aus dem Geschäftsbereich Jugend und Soziales ist ausgeguckt. Der Personalrat ist mit der Sache befasst und muss noch zustimmen.

Quelle: RP
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