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Voerde
Eine Sammlung zur Geschichte Voerdes

Voerde: Eine Sammlung zur Geschichte Voerdes
FOTO: Heiko Kempken
Voerde. Als ehrenamtlicher Archivar ist Wilfried Seibel für den Heimatverein tätig. Die Stadt und die Volkshochschule stellten die Räume zur Verfügung, in denen historisch wertvolles Material lagert: Fotos, Bücher, aber auch CDs und DVDs. Von Birgit Gargitter

Sammeln, sortieren, registrieren, einordnen und abheften - das sind nur einige Aufgaben, die Wilfried Seibel als Archivar des Heimatvereins Voerde bewältigen muss. Im Jahre 2010 hat er die ehrenamtliche Aufgabe übernommen, die Heimatgeschichte von der Vereinsseite aus zu betreuen. "Mir macht's Spaß." Hobbyhistoriker Hermann Klein hatte ihm kurz vor seinem Tod noch einige Kisten mit Voerder Heimatgeschichte zukommen lassen. Die gilt es jetzt auch anzuschauen und zu sortieren.

Schränkeweise Material zur Geschichte Voerdes, zur Historie des Heimatvereins und rund 70 Bücher lagern in den von Stadt und der Volkshochschule (VHS) zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten. "Viele der Bücher sind vom Heimatverein herausgegeben", erzählt Seibel stolz, daneben gibt es auch die Heimatkalender und späteren Jahrbücher. CDs und DVDs sind ebenfalls im Archiv des Heimatvereins vertreten - mit Bildern des Kirchspiels, alten Ansichten der Voerder Dörfer und natürlich Bildern neueren Datums zur Vereinsgeschichte, wie etwa Fotografien der Kanalfahrt des Vereins von Götterswickerhamm nach Berlin oder des Jubiläums "875 Jahre Möllen". Und neue Bildreihen kommen hinzu, wenn sich der Heimatverein im April auf große Fahrt von Magdeburg nach Prag begibt.

"Von Nachbarn und Freunden erhalte ich regelmäßig Bilder, die jetzt digitalisiert werden", erklärt Seibel und zeigt Bilder von Haus Ahr, Haus Wohnung und den vielen früheren Höfen. "Aus allen Ortsteilen Voerdes ist hier Material vorhanden." Auch die wichtigsten Zeitungsausschnitte über Voerde oder den Heimatverein lagern hier. Natürlich stehe man in Verbindung mit dem Voerder Stadtarchiv, denn die Stelle des Archivars war längere Zeit vakant und soll demnächst wieder neu besetzt werden. Auch zum Heimatverein Land Dinslaken bestünden intensive und freundschaftliche Verbindungen.

Stolz ist der Archivar vor allem auf seltenere Exemplare aus der Geschichte der Stadt - der Originalpfeife von Stadthistoriker Walter Neuse, die im Rathaus in der Vitrine des Heimatvereins ausgestellt ist. Daneben auch Bruchstücke von Keramiken (Töpfe und Krüge), die nach Form und Dekor wohl aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen. Gefunden wurden sie 1955 bei Bauarbeiten. Das Rätselraten begann - sollte das Mauerwerk der geheimnisvolle unterirdische Gang von Haus Voerde zu Haus Stockum sein? Weitere Funde lösten das Rätsel auf - man war auf alte Mauern des 1467 gegründeten Frauenklosters Marienacker gestoßen.

"Und hier, zwei Jugendstil-Fliesen aus dem Haus Heidelust", erklärt Seibel. Gespendet wurden die Überbleibsel von Wolfgang Schneider-Hülsermann aus Spellen. Siegfried Steenmanns stellte die Unterlagen seines Vaters dem Archiv des Heimatvereines zur Verfügung. Eisenbahner Hans Wuwer steuerte sein Buch über die Hochbahn und viele Kassetten Eisenbahnromantik bei.

Quelle: RP
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