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Voerde.
Einvernehmliche Lösung für B8n angestrebt

Voerde.: Einvernehmliche Lösung für B8n angestrebt
Die Pläne für die B 8n stoßen in Voerde nicht auf Gegenliebe, die Verwaltung plädiert daher für eine Modernisierung der bestehenden B 8, um dadurch Verkehrsbrennpunkte zu entschärfen. FOTO: Heiko Kempken
Voerde.. Auch nach der Dinslakener Stellungnahme rechnet der Voerder Planungsdezernent mit gegenseitiger Unterstützung. Von Petra Kessler

Die in der vergangenen Woche öffentlich gewordene Stellungnahme, in der die Stadt Dinslaken die hohe Priorisierung des Straßenbauprojekts "B 8n" im Bundesverkehrswegeplan begrüßt, lässt den Voerder Planungsdezernenten an der Möglichkeit eines Schulterschlusses in der Frage nicht automatisch zweifeln. Im Gegenteil. Wilfried Limke ist nach wie vor guter Hoffnung, dass sich Dinslaken und Voerde trotz ihrer unterschiedlichen Interessenlagen gemeinsam um eine Lösung bemühen werden. Er sei sich sicher, dass man sich gegenseitig helfen werde.

Seine Einschätzung leitet Limke aus einem anderen Infrastrukturgroßprojekt ab: "Seit Jahren arbeiten wir beim Thema Betuwe-Linie gut, gemeinsam und in einer Sprache." Limke äußert mit Blick auf die B 8 Verständnis für die Belange der Stadt Dinslaken, die durch die neue Trassierung der Bundesstraße vor allem eine verkehrliche Entlastung der Ortsdurchfahrten realisiert sieht und 2012 die Weiterführung der A 59 als B 8n erneut beantragt hatte. Allerdings macht Voerdes Planungsdezernent auch klar, dass es nicht Gegenstand einer "intelligenten Verkehrsinfrastruktur" sein könne, "dem einen zu helfen und dem anderen die Last zuzuschieben". Vielmehr müsse es darum gehen, zunächst den besten Plan zu finden. Und der sieht aus Voerder Sicht anders aus als die aktuell zur Debatte stehende Straßenführung. Limke hält die Trasse unter den Umweltvorgaben für unvorstellbar. Diese werde "in Voerde und mit Voerde nicht gehen". Der Dezernent fordert vom Bund eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nach aktueller Methodik - spätestens dann werde man darauf kommen, dass die Straßenführung für eine neue B 8 nicht verfolgt werden könne, weil diese "in keinster Weise umweltverträglich" sei.

"Ausbau muss vor Neubau gehen", resümiert Limke. Seiner Ansicht nach muss ein einvernehmlicher Weg eingeschlagen werden, der für beide - Voerde und Dinslaken - "Vorteile erwachsen lässt". Schließlich hätten die Kommunen eine Gemeinsamkeit: den Wunsch nach einer Verkehrsinfrastruktur, "die uns hilft". Die bestehende B 8 müsse in einem Maße modernisiert werden, dass die "Verkehrsbrennpunkte" dadurch entschärft werden. Limke denkt dabei etwa an Tunnellösungen, mit denen man an anderen Verkehrsbrennpunkten "sehr erfolgreich" sei.

Mit der Stadt Dinslaken habe man zum Thema B 8 n bereits erste Kontakte, auf telefonischer Ebene, gehabt. "Wir werden das noch intensivieren", kündigt Limke an.

Quelle: RP
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