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Voerde
Endgültiger Abschied von der Parkschule

Voerde. Gebäudeschlüssel an die Stadt Voerde übergeben. Die zum Teil an die Parkstraße ausgegliederte Gemeinschaftsgrundschule Friedrichsfeld zieht heute an ihren angestammten Platz an der Hugo-Mueller-Straße zurück.

Ein langes Kapitel Friedrichsfelder Schulgeschichte geht zu Ende: Heute fährt an der Parkstraße der Umzugswagen vor, um jede Menge Kartons, Mobiliar und mehr auf die andere Seite der B 8 zu transportieren. Die Gemeinschaftsgrundschule (früher Elisabethschule), die in der Bauphase mit einem Teil ihrer Klassen in die Parkschule ausweichen musste, kann mit Beendigung der Arbeiten ihren angestammten Sitz an der Hugo-Mueller-Straße wieder vollständig beziehen. Für die Parkschule schließen sich mit dem Umzug indes endgültig die Türen. Der Stadtrat hatte deren Aufgabe vor einigen Jahren wegen rückläufiger Schülerzahlen besiegelt. Gestern Vormittag hieß es für Schüler und Lehrer Abschied nehmen von der Parkschule. Kinder übergaben Dezernent Wilfried Limke als Vertreter der Stadt symbolisch den Schlüssel.

Ursula Frembgen-Bergmeier, Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule und viele Jahre auch kommissarische Leiterin der Parkschule, ist erleichtert, dass die Zeit des Schulbetriebes an zwei Standorten jetzt endlich vorbei ist. Damit gingen schon einige Erschwernisse, vor allem organisatorischer Art, einher - etwa Vertretungspläne, Anträge für Fortbildungen, gemeinsame Feste oder Ähnliches betreffend. Spontane Absprachen zwischen dem Unterricht waren, wenn der Einsatzort nicht der gleiche war, nicht möglich. 2014 und 2015 musste der Martinszug der Gemeinschaftsgrundschule ausfallen, weil er an der Hugo-Mueller-Straße wegen der dortigen Bauarbeiten nicht stattfinden konnte und das Gelände der Parkschule als Alternative nicht in Frage kam, da dafür ein neues Sicherheitskonzept erforderlich gewesen wäre, wie Ursula Frembgen-Bergmeier berichtet. Darüber hinaus war der Offene Ganztag an der Parkschule untergebracht, so dass die Kinder von der Hugo-Mueller-Straße mit dem Bus dorthin gefahren werden mussten. Trotz der nicht ganz leichten Rahmenbedingungen will die Schulleiterin nicht klagen. Es habe alles gut geklappt. Die Kollegen hätten super mitgespielt und die Eltern Verständnis für die besondere Situation gezeigt. Auch die Kooperation mit der Stadt sei gut gelaufen, man habe von dort Unterstützung erfahren.

Der Teilumzug von der Hugo-Mueller-Straße an die Parkstraße kam für die Gemeinschaftsgrundschule überraschend: An Nikolaus 2013 "mussten wir die Schule von heute auf morgen verlassen", erinnert sich Ursula Frembgen-Bergmeier. Hintergrund: Die Stadt hatte das Obergeschoss des Altgebäudes für eine Nutzung gesperrt, nachdem bei den Umbauarbeiten festgestellt worden war, dass sich die Binder in der Dachkonstruktion durch die Aufnahme von Feuchtigkeit verzogen hatten. Dadurch könne für das Dachwerk die Tragfähigkeit nicht mehr nachgewiesen werden, erklärte die Stadt ihre Entscheidung.

Bei einigen Kindern habe es wegen des Umzuges Tränen gegeben, weil klar war, dass sie nicht mehr an ihre alte Schule zurückkehren würden, erinnert sich Ursula Frembgen-Bergmeier. Auf den heute bevorstehenden Umzug freuen sich die Kinder "teils, teils". Diejenigen, die an der Parkstraße eingeschult wurden, seien ein bisschen skeptisch, sagt Ursula Frembgen-Bergmeier. Kinder seien aber sehr flexibel. "Sie gewöhnen sich schnell ein."

187 Mädchen und Jungen ziehen von der Parkstraße in den sanierten Altbau an der Hugo-Mueller-Straße. Heute haben sie wegen des Umzuges schulfrei. Die Gemeinschaftsgrundschule, die jahrgangsübergreifend unterrichtet - einzelne vierte Klassen sind noch jahrgangsgebunden -, hat insgesamt 287 Schüler. Der an der Hugo-Mueller-Straße errichtete Neubau wurde vor anderthalb Jahren bezogen.

Der Unterricht beginnt nach dem Feier- und Brückentag und dem Einräumen am Montag am kommenden Dienstag wieder. Dann gibt es auch ein Willkommensprogramm.

(P.K.)
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