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Dinslaken
Entscheidung über Schulen noch einmal vertagt

Dinslaken. Schuldezernentin Christa Jahnke-Horstmann warb um eine schnelle Entscheidung. Walburge Wüster, Chefin der städtischen Sanierungsgesellschaft Prozent, auch. Doch die Politik mochte noch kein grünes Licht dafür geben, den dreizügigen Ausbau von Averbruch- und Hagenschule und den Umbau der Lohberger Grundschule zum Bildungsinnovationszentrum in Angriff zu nehmen. In gemeinsamer Sitzung vertagten gestern der Schul- und der Jugendhilfeausschuss die Entscheidung erneut. Sie wird spätestens in der Ratssitzung Ende Juni fallen. Möglich ist auch, dass die Stadtverordnetenversammlung noch einmal zu einer Sondersitzung zusammenkommt.

Auch wenn gestern noch keine Entscheidung fiel, machte die Politik schon einmal einige Grundsätze klar. Für die SPD erklärte Helmut Weinreich, dass prinzipiell erst einmal die Sanierung der Grundschulen abgearbeitet werden soll. Die Reihenfolge, in der dies geschehe, solle die Sanierungsgesellschaft festlegen. Wenn sich dabei herausstelle, dass die für die Schulsanierung in einer ersten Tranche vorgesehenen 30 Millionen Euro dann, was wohl absehbar sei, überschritten werden, müsse schnellstens eine zweite Tranche aufgelegt werden. Dies sei Beschlusslage in den sozialdemokratischen Arbeitskreisen Schule und Jugendhilfe. Allerdings sei noch keine Zeit gewesen, dies in der gesamten Fraktion zu besprechen, so dass die SPD darum bat, den Beschluss zu schieben. Dieser Bitte folgten die anderen Ausschussmitglieder. Auch die CDU-Fraktion, so Michael van Meerbeck, wolle, dass erst die Grundschulen saniert werden. Anders als die SPD denke die CDU aber nicht daran, die Entscheidung, welche Schule dabei Priorität haben solle, der Verwaltung zu überlassen.

In einem herrschte wieder Einigkeit. Auch wenn die Grundschulen Vorrang bekommen sollen, können notwendige Instandhaltungs- und Verschönerungsarbeiten an den weiterführenden Schulen erledigt werden. Dies soll aber nicht über Prozent geschehen, sondern von der Bauverwaltung aus deren Haushaltsmitteln bestritten werden.

(jöw)
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