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Voerde
Es gibt noch einige Ernteanteile

Voerde: Es gibt noch einige Ernteanteile
Der Folientunnel des Vereins wurde im September des vergangenen Jahres durch ein Orkantief stark beschädigt. FOTO: solawi
Voerde. Der Verein Solidarische Landwirtschaft Niederrhein (SoLaWi) startet am 1. März in sein zweites Wirtschaftsjahr.Die Gärtner des Vereins bewirtschaften eine etwa ein Hektar große Ackerfläche des Tinthofes in Spellen. Von Heinz Schild

Erklärtes Ziel ist der Erhalt einer nachhaltigen und vielfältigen Landwirtschaft, die gesunde, frische Nahrungsmittel erzeugt und gleichzeitig den Ansprüchen von Mensch und Umwelt gerecht wird. Um diesen Anspruch zu verwirklichen, fand sich Ende 2016 eine Gruppe Gleichgesinnter zusammen, die dann im Januar 2017 den Verein Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) gründete. Vom Tinthof in Spellen wurde Ackerland zum Anbau der landwirtschaftlichen Produkte angepachtet. März 2017 begann das erste Wirtschaftsjahr des Vereins, das nun am 28. Februar endet. "Wir sind froh über den guten Start des Vereins", erklärte Nicole Weber F. Santos, Pressesprecherin der SoLaWi.

Die Anteile des Vereins seien gut verkauft worden. Für das erste Geschäftsjahr wurden 63 volle Anteile gezeichnet, die Anbaukapazität reiche für 80 ganze Anteile. Heute veranstaltet SoLaWi einen Informationsabend, der in der Stockumer Schule, Schaftstege 41 in Voerde, stattfindet und um 19 Uhr beginnt. Eingeladen zu dieser Zusammenkunft sind neben den Anteilszeichnern des vergangenen Wirtschaftsjahres alle Interessierten, die mehr über den Verein erfahren und sich möglicherweise der Gemeinschaft anschließen wollen. Es sind noch freie Anteile verfügbar. Die monatlich anfallenden Kosten für einen ganzen Anteil betragen 75 Euro, ein halber Anteil kostet 40 Euro, wie Nicole Weber F. Santos erläuterte. Wer keinen Anteil erwerben, den Verein aber unterstützen möchte, hat die Möglichkeit, Fördermitglied zu werden, der Monatsbeitrag liegt bei drei Euro. Heike und Christian Hülsermann vom Spellener Tinthof werden dem Verein auch für das neue Geschäftsjahr einen Acker zur Erzeugung der landwirtschaftlichen Produkte zur Verfügung stellen.

Das Konzept des Vereins betont die Solidarität, die Anteilseigner verpflichten sich für jeweils ein Jahr zur Zahlung ihres Beitrages. Damit geben sie den beschäftigten Gärtnern Planungssicherheit und bekommen einen Anteil an den ökologisch produzierten Lebensmitteln, allerdings tragen sie auch das Risiko, wenn es beispielsweise witterungsbedingt zu Ernteeinbußen kommt. "Durch die Zeichnung von Ernteanteilen bekommen alle die Möglichkeit, regional erzeugte Lebensmittel direkt vom Erzeuger zu beziehen. Undurchsichtige globale und ökologisch bedenkliche Anbau- und Transportwege werden so vermieden", so der Verein. Zur Verteilung der erzeugten Produkte sind Depots eingerichtet worden, und zwar dort, wo viele Anteilseigner wohnen, unter anderem auch in Dinslaken, wie Nicole Weber F. Santos berichtete. Für den Verein ist der Tinthof ein wichtiger Partner, der nach Demeter-Richtlinien produziert.

Zudem haben die Anteilseigner auch die Möglichkeit, Milchprodukte, Eier und auch Fleisch direkt vom Spellener Tinthof zu kaufen.

Quelle: RP
 
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