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Voerde
FDP Voerde gegen Gründung einer neuen Gesamtschule

Voerde. Liberale favorisieren Kooperation in einem Zweckverband. Die Realschule soll erhalten bleiben.

Durch das Gutachten der Projektgruppe Bildung und Region (Biregio) zur Schulentwicklung in Voerde sieht die FDP sich in ihrem Schulkonzept bestärkt. Die Liberalen hatten ihre Vorstellungen Anfang des Jahres dargelegt. In ihrem Konzept macht die Voerder FDP sich für die Bildung eines Zweckverbandes mit Dinslaken und Hünxe stark. Gemeinsam könnten alle von den Eltern nachgefragten Schulformen angeboten werden. Langfristig wäre der Erhalt der jeweils stärksten Schulen gesichert: Gesamtschulen in Dinslaken und Hünxe, Gymnasien in Dinslaken und Voerde, Realschulen in Voerde und Dinslaken, Sekundarschule in Dinslaken. Schüler- und elternfreundliche Transportlösungen seien zu etablieren.

Nach Ansicht der Voerder FDP werden rückläufige Schülerzahlen nicht nur Voerde, sondern in ähnlichem Maße auch Dinslaken und Hünxe zu Maßnahmen veranlassen. "Keine der dort bestehenden Schulen wird davon verschont bleiben", so FDP-Ratsherr Bernhard Benninghoff in einer Stellungnahme der Voerder FDP. Den Vorschlag des Gutachters, für Voerde erneut eine Gesamtschule einzurichten, erscheint der FDP "rein ideologisch motiviert zu sein".

Benninghoff erinnert daran, dass die Gesamtschule Voerde nicht zuletzt wegen des größeren Ansehens der Realschule schon nach knapp 20 Jahren wegen mangelder Schülerzahlen wieder geschlossen werden musste und sich in der Abwicklung befindet. Es sei nicht nachvollziehbar und zweifelhaft, dass sich die Ansichten der Eltern geändert hätten, eine neue Gesamtschule erfolgreicher sein könnte und neben den guten Gesamtschulen in Hünxe und Dinslaken eine Chance hätte. Hinzu komme, dass die Gesamtschule Hünxe ohne Voerder Kinder in ihrer Existenz bedroht sein könnte und dann geschlossen werden müsste.

Nach Überzeugung der FDP werde die interkommunale Zusammenarbeit im Schulbereich künftig eine noch größere Bedeutung erhalten, denn nur gemeinsam könnten viele Probleme gelöst werden.

"Die vor knapp 55 Jahren gegründete Realschule Voerde ist allseits und auch überörtlich als ausgezeichnete Schule mit großer Ausstrahlung nach außen, sowohl in kultureller wie sportlicher und anderer positiver Hinsicht bekannt", so Benninghoff. Wiederholte Versuche, diese Schule durch eine andere zu ersetzen, seien gescheitert, weil die Eltern hinter ihr gestanden hätten.

Die FDP teilt die Ansicht des Gutachters, dass eine neue Gesamtschule nur Erfolg haben könne, wenn die Realschule Voerde aufgegeben werde. Es könne nicht sein, dass für die Einrichtung einer neuen Gesamtschule zehn Millionen Euro ausgegeben werden müssten. Die FDP bleibt bei der von ihr favorisierten Zweckverbandslösung.

Quelle: RP
 
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