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Voerde
Feuerwehr lockte mit Blaulicht, Streusand und Fettexplosion

Voerde. Am Gerätehaus Löhnen präsentierte die Freiwillige Feuerwehr, worauf es im Ernstfall ankommt. Viele Besucher informierten sich. Von Greta Lüdtke

Eine Fettexplosion direkt neben der Feuerwache. Und die Feuerwehrleute waren sofort zur Stelle - selbstverständlich begingen sie nicht den Fehler, den Brand mit Wasser zu löschen. Stattdessen erstickten sie den simulierten Fettbrand mit Streusand. "Retten, Bergen, Löschen, Schützen" - so lautet das Motto der Feuerwehr. Dieses Motto im Hinterkopf, organisierte der Löschzug Löhnen der Feuerwehr Voerde für vergangenen Donnerstag den Brandschutz- und Familientag am Gerätehaus Löhnen.

Hier treffen sich die freiwilligen Feuerwehrleute an jedem zweiten Donnerstag, um zu lernen und zu arbeiten. Sie sind im Allgemeinen für Brandbekämpfung und technische Hilfe zuständig. Dazu gehört in erster Linie die Rettung von Menschen, aber auch von verunglückten Tieren. Die Katze auf dem Baum, die es allein nicht mehr herunter schafft, gehört also auch zum Alltag der freiwilligen Feuerwehrleute. Viel Blaulicht und Martinshorn und vor allem das makellose Wetter lockten am Himmelfahrtstag zahlreiche Familien an, die die Veranstaltung nutzten, um den Vatertag gebührend zu feiern.

"So lernen die Kleinen auf spielerische Weise viel über Gefahrensituationen", erklärte ein zweifacher Vater. Sein sechsjähriger Sohn Phillip sieht das alles allerdings etwas anders: "Also eigentlich mag ich die Autos und das Blaulicht am liebsten", sagt er und grinst verlegen. Aber auch an den Fahrzeugen gab es eine Menge zu lernen. Denn mit unterschiedlichen Showübungen, die unter anderem an den Fahrzeugen stattfanden, konnte man als Besucher einen sehr realitätsnahen Einblick in das Berufsfeld der Feuerwehr bekommen. Anschließend durfte jeder Besucher die Fahrzeuge und Materialen, die sich dort finden ließen, aus nächster Nähe betrachten und zum Teil auch ausprobieren. Hier konnten sich Kinder beispielsweise an der Wasserspritze versuchen und ihren aktuellen Status zwischen Anfänger und Hauptbrandmeister herausfinden. Übrigens, wer zehn Jahre alt ist, kann auch schon bei der Jugendfeuerwehr dabei sein. Mit 18 Jahren darf man dann der Freiwilligen Feuerwehr beitreten. "Und dabei ist wirklich jeder zu jeder Zeit willkommen", betonte Brandinspektor Markus Rissel, "außerdem ist es einfach schön, anderen Menschen und auch Tieren zu helfen." Zudem habe die Freiwillige Feuerwehr aufgrund der Tatsache, dass es keine Berufsfeuerwehr in der Stadt gibt, in Voerde ein besonders hohes Ansehen, und die Arbeit werde von den Einwohnern sehr geschätzt.

Dank des Wetter waren die Besucher ausgelassener Stimmung. Die Kinder spielten, während die Erwachsenen die Sonne genossen.

Quelle: RP
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