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Dinslaken-Hiesfeld
Fischräucherei Tönis kommt wieder

Dinslaken-Hiesfeld. Nach der Beschwerde eines Textilanbieters auf dem Hiesfelder Markt über Belästigung durch Qualm wurde Andreas Tönis ein Platzverweis angedroht. In der nächsten Woche steht die mobile Räucheranlage wieder auf dem Jahnplatz. Von Heinz Schild

Etliche Kunden des Wochenmarktes in Hiesfeld machen sich Sorgen, dass die Edelfischräucherei Tönis künftig ihren Verkaufsstand nicht mehr auf dem Jahnplatz aufbauen wird und sie dann dort keine frisch geräucherten Forellen, Aale oder Lachse mehr kaufen können. Für diese Marktbesucher, wäre dies ein großer Verlust, wie sie in einem Brief an die RP bedauernd festellen. Hiesfeld wäre aus ihrer Sicht damit um eine begehrte Attraktion ärmer geworden. Doch Andreas Tönis, Inhaber der gleichnamigen Fischräucherei, will Hiesfeld nicht den Rücken kehren. In der kommenden Woche wird er dort wieder mit seinem Verkaufsstand samt Räucheranlage präsent sein, wie er der RP erzählte.

Die Befürchtungen, Tönis könnte künftig nicht mehr in Hiesfeld vertreten sein, kamen auf, nachdem sich ein Marktbeschicker, der Textilien anbietet, über den Qualm der Fischräucherei beschwert hatte. Das rief den Markmeister auf den Plan, dieser drohte Andreas Tönis an, dass er bei einer nochmaligen Beschwerde einen Platzverweis aussprechen werde. "Dazu ist es aber nicht gekommen", berichtet Andreas Tönis. In der kommenden Woche wird er seine Erzeugnisse deshalb turnusmäßig wieder in Hiesfeld verkaufen.

Die Edelfischräucherei ist neu auf dem Markt des Ortsteils. Bislang bot Andreas Tönis dort drei Mal im 14-tägigen Rhythmus seine vor Ort frisch geräucherten Produkte an und hat in dieser recht kurzen Zeit bereits etliche Fischliebhaber für sich eingenommen. Diese sehen seinen Stand als eine Bereicherung für den Markt und den Dinslakener Ortsteil an. Tönis selbst kommt nach eigener Aussage gern nach Hiesfeld, denn er verkauft dort sehr gut und die Kunden kommen wieder.

Andreas Tönis ist seit 35 Jahren im Geschäft, sein Team und er bringen es im Jahr auf 900 Märkte, wie er sagte. Produktionsstandort der Edelfischräucherei ist Gelsenkirchen, das Büro befindet sich in Herten. Dass es mal Beschwerden über den Rauch des Rächerofens gibt, ist für Tönis nichts Neues, das komme immer mal wieder vor. Meist seien es Textilhändler oder Anwohner, die sich beschwerten, niemals Marktbesucher. Für seinen Verkaufsstand sei ein Platz ohne einen Textilanbieter in unmittelbarer Nähe wünschenwert. Auf den Einsatz seiner mobilen Räucheranlage will Tönis nicht verzichten. Zwar könnte er bereits geräucherte Ware mitbringen, was ihm aber widerstrebt. "Es ist unser Verkaufsprinzip, frische Ware vor Ort zu räuchern. Denn damit heben wir uns von anderen Anbietern ab, sonst könnten die Kunden in den Supermarkt gehen und dort kaufen", sagt Andreas Tönis.

Die Stadt Dinslaken, so deren Pressesprecher Horst Dickhäuser, erwartet von den Markthändlern, das gelte auch für Tönis, dass diese die Marktordnung einhalten, sich mit den anderen Marktbeschickern arrangieren und miteinander auskommen. Schließlich bildeten sie auf dem Markt so etwas wie eine Schicksalsgemeinschaft.

Quelle: RP
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