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Dinslaken
Flüchtlinge haben gestern Wohnungen im Hardtfeld bezogen

Dinslaken: Flüchtlinge haben gestern Wohnungen im Hardtfeld bezogen
Ankunft im Hardtfeld: 60 Flüchtlinge haben dort jetzt vorübergehend eine Bleibe gefunden. FOTO: Fröhlich
Dinslaken. Die Notunterkunft ist von der Caritas und Handwerksbetrieben saniert worden - mit Extraschichten und in Windeseile. Von Robin Kunte

Zehn Tage haben Caritas und Handwerker gearbeitet, gestern konnte die Notunterkunft im Hardtfeld bezogen werden. Rund 60 Flüchtlinge werden in den nächsten Wochen in dem zweistöckigen Haus an der Grenze zwischen Hiesfeld und Oberhausen wohnen. Über diese Zeit hinaus dürfte das Gebäude weiterhin als Notunterkunft dienen.

Die Menschen, die ins Hardtfeld umgezogen sind, leben seit Dienstag der vergangenen Woche in Dinslaken, nachdem die Stadt auf Anfrage der Bezirksregierung eine Notunterkunft bereitstellen musste. Bis gestern waren die Flüchtlinge im Haus der offenen Tür der Caritas in Lohberg. Im Hardtfeld wohnen bis auf wenige Ausnahmen alleinstehende Männer, die Familien mit Kindern bleiben weiterhin in der ehemaligen Kita der Vincentius-Gemeinde an der Taubenstraße.

Einen "menschenwürdigen Standard" für die Unterbringung hatte Caritasdirektor Michael van Meerbeck als Ziel ausgegeben. Um den zu erreichen, mussten Caritas und Handwerksbetriebe mehr als eine Extraschicht schieben. Denn als die improvisierte Sanierung startete, war das zweistöckige Haus völlig heruntergekommen: verdreckte Badezimmer, heruntergerissen Tapeten, Räume voll mit Müll. Davon war gestern nichts mehr zu sehen. Die Wohnungen sind ordentlich hergerichtet, in den Zimmern stehen Hochbetten. In den nächsten Tagen soll das Haus zusammen mit den Flüchtlingen neu angestrichen werden. Die 60 Neuankömmlinge wohnen in 15 Wohnungen. Zwei weitere sind mit ausschließlich Duschen und Toiletten ausgestattet worden, so dass die Caritas auf mobile Sanitäreinrichtungen verzichten konnte. Einen Gemeinschaftsraum gibt es nicht, stattdessen wird in einem großen Zelt vor dem Gebäude gegessen.

Als soziale Einrichtung hat das Hardtfeld eine lange Geschichte, schon seit Jahren ist die Caritas für die städtische Immobilie, die als Obdach für Wohnungslose dienen soll, zuständig. Inzwischen sind dort zudem Flüchtlinge untergebracht, die aber umziehen sollen, wenn in der Fliehburg neue Unterkünfte fertiggestellt sind. Die Flüchtlinge in der neu hergerichteten Notunterkunft sollen maximal drei Wochen bleiben und mit Beginn ihres Asylverfahrens verteilt werden. Michael van Meerbeck erwartet aber weitere Zuweisungen, das Gebäude im Hardtfeld könnte dann eine Notunterkunft bleiben.

Quelle: RP
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