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Dinslaken
Flüchtlinge medizinisch gut versorgt

Dinslaken: Flüchtlinge medizinisch gut versorgt
Caritas-Mitarbeiterin Barbara Tkotz im Untersuchungsraum für Flüchtlinge in der Unterkunft Im Hardtfeld. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Gleich bei der Ankunft der Asylsuchenden in Dinslaken kümmern sich Ärzte um die Erstuntersuchung der Neuankömmlinge.Notwendige Behandlungen und die Versorgung von Kranken werden veranlasst. Von Heinz Schild

In dieser Woche noch erwartet die Caritas insgesamt 41 Flüchtlinge - Männer, Frauen und Kinder -, die als neue Bewohner in die Fliehburg einziehen werden. Bevor die Neuankömmlinge auf die Unterkünfte des Übergangswohnheims verteilt werden und sich dann ausruhen können, findet ihre medizinische Erstuntersuchung statt, wie Michael van Meerbeck, Direktor des Caritasverbandes, der in Dinslaken für die Flüchtlingsbetreuung zuständig ist, gestern im RP-Gespräch berichtete. Am Tag nach ihrer Ankunft, spätestens einen weiteren Tag drauf werden alle geröntgt, um mögliche Fälle von Tuberkulose frühzeitig festzustellen.

Danach können der Gesundheitszustand der Flüchtlinge abgeschätzt und notwendigen medinische Behandlungen veranlasst werden. Möglich sei dies alles nur durch das große Engagement der Mediziner des Sankt-Vinzenz-Hospitals und der niedergelassenen Ärzte, die sofort nach der Ankunft der neuen Flüchtlingen für die Durchführung der notwendigen Untersuchungen bereitstehen, lobt van Meerbeck den "selbstlosen und vorbildlichen Einsatz" der Mediziner. So standen beispielsweise kürzlich acht Ärzte, unter ihnen Kinder- und Frauenärzte, für die Erstuntersuchung der Neuankömmlinge bereit.

Gegenwärtig wird in der Fliehburg ein Raum als Ärztezimmer hergerichtet, damit dort künftig regelmäßig Sprechstunden abgehalten werden können. Die medizinischen Versorgungsstrukturen befinden sich gegenwärtig noch im Aufbau. "Sie wachsen und werden immer besser, je mehr Erfahrungen wir haben", sagte van Meerbeck. "Mit der gesundheitlichen Versorgung der Flüchtlinge stehen wir relativ gut dar", so die Einschätzung des Caritas-Direktors. Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Asylsuchende, die krank sind, auch umgehend behandelt und versorgt werden.

In der kalten Jahreszeit greift die Grippe erfahrungsgemäß schnell um sich. Michael van Meerbeck geht zwar davon aus, dass auch Bewohner der Fliehburg sie bekommen werden, doch ist er zuversichtlich, dass sich das Ausbreiten dieser Krankheit im normalen Rahmen bewegen wird. "Wir haben bei uns bessere Unterbringungsformen, denn die Flüchtlinge leben nicht in Zelten, Lager- oder Turnhallen oder anderen Großunterkünften", so van Meerbeck. Jeder habe seinen Rückzugsbereich, der etwas Privatsphäre auch im Krankheitsfall ermögliche. Und das Gleiche gelte für die Notunterkunft, die gegenwärtig im ehemaligen Praktiker-Baumarkt in der Nachbarstadt Voerde entsteht. Diese Erstaufnahmeeinrichtung wird ebenfalls von der Caritas betrieben und kann 300 Flüchtlinge aufnehmen. Auch dort wird es separate Wohnbereiche geben. Als wichtig sieht es van Meerbeck an, dass weiterhin neuer Wohnraum geschaffen wird: für ältere Bürger, für finanziell schlechter gestellte Menschen und für Flüchtlinge.

Quelle: RP
 
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