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Dinslaken
Flüchtlingen Wege zum Studium ebenen

Dinslaken. Die Caritas und die Althoff-Akademie kooperieren und haben gemeinsam ein Projekt initiiert, um Flüchtlingen mit einer Hochschulzugangsberechtigung den Weg zu einem Hochschulabschluss zu ebnen. Von Heinz Schild

Der Caritasverband ist in Dinslaken (ebenso wie in Voerde) für die Betreuung von Flüchtlingen zuständig. Er veranstaltet am kommenden Mittwoch, 16. März, eine Beschäftigungs- und Ausbildungskonferenz für Flüchtlinge und Menschen in Armut. Bei dieser Veranstaltung geht es darum zu klären, welche Voraussetzungen und Qualifikationen Arbeitgeber erwarten, um diese Personengruppen einstellen zu können. Nun haben die Friedrich-Althoff-Akademie der nachhaltigen Wissenschaften, die Studienmöglichkeiten in Dinslaken anbieten wird, und die Caritas ein gemeinsames Projekt aus der Taufe gehoben. Flüchtlingen, die eine Hochschulzugangsberechtigung besitzen, soll dadurch ein Studium mit einem akademischen Abschluss ermöglicht werden.

Das Caritas-Althoff-Projekt wird Daniel Lorberg, Geschäftsführer der Friedrich-Althoff-Akademie, in der Beschäftigungs- und Ausbildungskonferenz den Vertretern interessierter Unternehmen vorstellen. Die Tagung findet am 16. März, Beginn 15 Uhr, im Benedikt Haus an der Bärenkampallee 37 statt.

Entsprechend ihrem Selbstverständnis sieht es die Caritas als ihre Aufgabe an, "zusammen mit der Stadt, dem Land und der Zivilgesellschaft Integration durch Bildung auf verschiedenen Niveaustufen zu gewährleisten". Dazu gehört es, die Möglichkeit zum Studium zu eröffnen. Die Althoff-Akademie sieht sich hier ebenfalls in der Verantwortung. Die geplanten dualen Studiengänge "Betriebswirtschaftslehre/Ingenieurwesen und Betriebswirtschaftslehre/Design erfüllen dabei in höchstem Maße die komplexen Anforderungen an die Integration von Flüchtlingen mit Hochschulzugangsberechtigung". Die Studierenden könnten auf diesem Weg ihren Hochschulabschluss machen und gleichzeitig in die Arbeitswelt integriert werden. Denn während des Semesters studieren sie an zwei Tagen in der Woche an der Althoff-Akademie, drei Tage verbleiben für das Lernen und Arbeiten im Betrieb. Die Caritas kümmert sich um die Studierenden und bemüht sich, durch spezielle Förderung Defizite, beispielsweise in der Sprache, auszugleichen.

Vertreter der Kommunal- und Landespolitik setzten sich nach Mitteilung von Robin Schulze von der Initiative Hochschulstadt Dinslaken gegenwärtig dafür ein, dass das Caritas-Althoff-Projekt in bestehende Förderkonzepte integriert wird. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Unternehmen nur einen geringen Kostenbeitrag leisten müssen. Die Planungen sehen so aus, dass Firmen einen Studienplatz für einen bestimmten Studiengang der Althoff-Akademie zusagen. Die Caritas sucht geeignete Bewerber aus, die sich bei dem Unternehmen vorstellen, das dann seine Wahl trifft, die Beschäftigung und den Studienplatz zusagt. Das Studium endet nach sieben Semestern mit dem Bachelor-Abschluss.

Quelle: RP
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