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Voerde
Friedrichsfeld feiert neuen Marktplatz

Voerde: Friedrichsfeld feiert neuen Marktplatz
Der Wochenmarkt kehrte am Samstag an seinen angestammten Platz zurück. FOTO: Heinz Kunkel
Voerde. Bürgermeister Haarmann: Vorverträge für Drogeriemarkt im alten Edekamarkt sind unterschrieben. Von Andreas Rentel

Mit einem Vereins- und Bürgerfest haben die Friedrichsfelder ihren neu gestalteten Marktplatz wieder in Besitz genommen. Nach rund viereinhalbmonatiger Bauzeit hat Bürgermeister Dirk Haarmann die Fläche am Samstagvormittag offiziell eröffnet. "Halb Friedrichsfeld stand sofort parat", lobte er in seiner Rede die Bereitschaft der örtlichen Vereine, sich an der Eröffnungsfeier aktiv zu beteiligen. Eine "eigene akustische Duftmarke", so der Bürgermeister, setzten dabei die Schützen, die lautstarke Böllerschüsse als Salut hören ließen. Der Platz solle ein Garant für die Nahversorgung sein, unterstrich Haarmann die Bedeutung der Anlage.

Als "echtes PPP-Modell" beschrieb er die öffentlich-private Zusammenarbeit von Stadt und Edeka, von der beide Seiten profitierten. Die Handelskette kann auf dem Areal 100 Stellplätze anbieten, der zur Schillerstraße liegende Teil steht mittwochs und samstags den Marktbeschickern zur Verfügung. Eine rot gepflasterte Linie trennt beide Bereiche. Wasser- und Strom-Anschlüsse erlauben eine vielfältige Nutzung. Den Martinsmarkt und die Kirmes wollen die Friedrichsfelder dort feiern. Dass Vertreter der Fraktionen die Feier besuchten, wertete Haarmann als Beleg dafür, dass die Eröffnung "für den Stadtrat ein herausragendes Ereignis sei" und nicht nur für Friedrichsfeld.

Das im November 2013 mit dem städtebaulichen Vertrag auf den Weg gebrachte Projekt sei im Zeitplan geblieben. "Ergebnis einer gründlichen Vorbereitung", sagte der Bürgermeister. Der Platz in der Ortsmitte sei für Feste und Märkte gedacht, ergänzte er. "Ich bin mir sicher, dass sich Ihre Geduld gelohnt hat", sagte Haarmann in Richtung der Markthändler, die nach einer provisorischen Lösung (inklusive möglicher Umsatzeinbußen) wieder an ihren bekannten Standort zurückkehrten.

Zur künftigen Nutzung des alten Edeka-Marktes an der Bülowstraße hatte Haarmann eine gute Nachricht: Dort werde sich ein Drogeriemarkt ansiedeln. "Die erforderlichen Vorverträge sind unterschrieben." Dafür gab es Beifall.

Deren Zahl schätzte Dirk Wennmann, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Friedrichsfeld, auf 250 bis 300 Personen. Das Interesse belege die Bedeutung des Platzes; "ein Markt-, kein Parkplatz", betonte er. "Es ist sehr, sehr rund über die Bühne gegangen", lobte Wennmann die Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Er appellierte zudem an die Zuhörer, beim örtlichen Handel zu kaufen, denn anders als im Internet gebe es dort auch mal eine Tasse Kaffee dazu. Er und Georg Schneider, Präsident des BSV Friedrichsfeld "Alter Emmelsumer", kritisierten aber den Zustand des Brunnens. "Was da steht, kann so nicht stehen bleiben", sagte Schneider. Derzeit bleibt der Brunnen mangels Wasseranschluss trocken. Ein Problem, das auch der Bürgermeister sah. Ideen der Friedrichsfelder seien hierfür gefragt. Schneider richtete seinen "Wink mit dem Zaunpfahl" auch an Edeka. Trotz der noch zu lösenden Probleme und zu erledigenden Restarbeiten: Bei Freibier und kostenloser Erbsensuppe schienen sich die Friedrichsfelder mit ihrem neuen Markt anzufreunden. Der Appell des Bürgermeisters an den Stadtteil: "Geben Sie auf ihn Acht und nutzen Sie ihn."

Quelle: RP
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