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Dinslaken
Fünf Einsätze an einem Vormittag

Dinslaken. Die Dinslakener Feuerwehr kam gestern Morgen nicht zur Ruhe.Erst lief Dieselkraftstoff aus, dann qualmte ein Küchengerät und schließlich brannte auch noch eine Wohnung. Verletzt wurde niemand.

Die Feuerwehr Dinslaken erlebte gestern einen aufregenden Vormittag. Gegen 7.25 Uhr ging der erste Alarm ein. Im Gewerbegebiet Dinslaken-Süd war Dieselkraftstoff ausgetreten. Der Löschzug Hiesfeld und die Kräfte der Hauptwache Dinslaken waren anderthalb Stunden im Einsatz und streuten mehrere 100 Quadratmeter mit Bindemittel ab. Ordnungsamt und Mitarbeiter des DIN-Service waren ebenfalls vor Ort.

Noch während dieses Einsatzes löste eine Brandmeldeanlage in einem Betrieb im Gewerbegebiet Dinslaken-Mitte Alarm aus. Die Leitstelle der Feuerwehren des Kreises Wesel schickte den Löschzug Stadtmitte, die Drehleiterbesatzung Hauptwache und den Löschzug Hiesfeld los. Letztere waren gerade von ihrem Einsatz zurückgekehrt. Der Brandmeldealarm erwies sich als harmlos, aus einem Küchengerät war Rauch ausgetreten.

Nachdem alle Einheiten ihre Standorte erreicht hatten und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht wurden, musste die Hauptwache zu zwei weiteren Einsätzen raus. Auf der Talstraße beseitigten die Kräfte einen 30 Quadratmeter großen Dieselfleck. In der Altstadt wartete ein so genannter First-Responder-Einsatz. First Responder wird die Einheit eines Löschfahrzeuges der Hauptwache genannt, die die Zeit des Eintreffens eines Rettungs- oder Notarztwagens mit fachkundigem Personal überbrückt.

Die in Dinslaken stationierten Rettungsdienstfahrzeuge waren alle bereits zu anderen Notfällen alarmiert und im Einsatz. Auf dem Dinslakener Löschfahrzeug sitzen Rettungsassistenten und Rettungssanitäter. Medizinische Gerätschaften für die Erstphase sind ebenfalls an Bord. Nachdem ein Rettungswagen aus Wesel eingetroffen war, konnte der Patient gut versorgt übergeben werden.

Um 11.27 Uhr schrillten erneut die Piepser der Dinslakener Wehrleute. Hauptwache mit Rettungsdienst, Löschzug Stadtmitte und Löschzug Hiesfeld wurden zu einem Zimmerbrand an der Wilhelm-Lantermann-Straße gerufen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte drang bereits dichter Rauch aus einer Wohnung im dritten Obergeschoss. Alle Bewohner hatten unversehrt das Gebäude verlassen können.

Atemschutztrupps der Feuerwehr drangen in die verrauchte Wohnung ein und erstickten die Flammen. Ausgebrochen war das Feuer aus bislang nicht bekannten Gründen im Wohnzimmer. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf andere Bereiche des Gebäudes verhindert werden. Menschen kamen nicht zu Schaden

Allerdings brannte die Wohnung vollkommen aus. Die Stadtverwaltung wurde eingeschaltet, um für die Bewohner, eine Mutter mit drei Kindern, eine Unterkunft zu finden. Das war dann aber nicht mehr notwendig. Nach Auskunft der Betroffenen wird sich die Familie bei einem Bekannten in Wesel einquartieren.

Quelle: RP
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