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Voerde
Für durchgängig besetzte Polizeiwache

Voerde: Für durchgängig besetzte Polizeiwache
Voerde. CDU, WGV, Linke und die beiden Einzelvertreter legen gemeinsame Resolution zur Voerder Dienststelle vor.

In der aktuellen Diskussion um eine mögliche nächtliche Schließung der Polizeiwache in Voerde legen CDU, Wählergemeinschaft (WGV), Linke sowie die beiden Einzelvertreter im Rat, Hans-Peter Bergmann (parteilos) und Bernhard Benninghoff (FDP), im Schulterschluss eine Resolution vor. Sie fordern den Erhalt der Wache, deren durchgehende Besetzung an sieben Tagen in der Woche und zudem mehr Polizeipräsenz in Voerde. In der nächsten Sitzung des Stadtrates am 15. März soll die Resolution zur Debatte gestellt werden.

"Wir appellieren an den gesamten Rat, sich der Resolution anzuschließen und mit gemeinsamer Stimme dem Landrat zu signalisieren: ,Wir wollen das nicht'", erklärt WGV-Fraktionsvorsitzender Christian Garden. Es gehe darum, Farbe zu bekennen und noch einmal Stellung gegenüber dem Landrat als Leiter der Kreispolizeibehörde zu beziehen. Eine Stadt wie Voerde benötige eine rund um die Uhr besetzte Wache. Eine Notrufsäule, über die Hilfesuchende an der Dienststelle in den Nachtstunden Kontakt zur Polizei aufnehmen können sollen, sei kein "gleichwertiger" Ersatz für einen Polizeibeamten als Ansprechpartner für Bürger in Not, befinden die Verfasser der Resolution.

Das subjektive Gefühl der Sicherheit jedes Menschen sei ein hohes Gut und von großer Bedeutung für die Lebensqualität in der Stadt. "Wir wollen, dass sich die Voerder in ihrer Stadt sicher fühlen können." Die Wache zur Nachtzeit zu schließen, trage nicht dazu bei und bedeute für Voerde einen Abbau an polizeilichem Potenzial. CDU, WGV, Linke sowie Benninghoff und Bergmann erklären, es für eine wirksame Kriminalitätsprävention und -bekämpfung für geboten zu halten, die Präsenz der Polizei in Voerde zu erhöhen. "Durch Straßenkriminalität, Vandalismus und Wohnungseinbrüche besteht in unserer Stadt eine große Verunsicherung. Ereignisse wie zur Silvesternacht haben dies noch verstärkt." Im ganzen Land stehe die innere Sicherheit auf dem Prüfstand. Der Staat müsse sich als Autorität bewähren, die zu jeder Zeit und an jedem Ort in der Lage sein sollte, seine Menschen zu schützen.

"Ich habe nicht den Eindruck, dass die Befindlichkeiten der Voerder Bürger entscheidend sind", kritisiert Bernd Altmeppen, Mitglied des CDU-Fraktionsvorstandes, mit Blick auf die Pläne. "Wir orientieren uns an dem Willen der Voerder Bürger", betont er. Dies unterstreicht auch der Vorsitzende der WGV-Fraktion. Die vom Landrat als Leiter der Kreispolizeibehörde vorgebrachten Argumente, mit denen dieser eine nächtliche Schließung der Wache in Voerde rechtfertigt, würden von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung so nicht gesehen, sagt Garden. Das müsse man "zur Kenntnis nehmen" und dafür müsse sich der Landrat offen zeigen. "Der Landrat muss sich überlegen, ob er das politisch durchdrücken will", konstatiert WGV-Fraktionschef Christian Garden.

(P.K.)
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