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Dinslaken
Die ganze Stadt im Zeichen der DIN-Tage

Ganz Dinslaken im Zeichen der DIN-Tage
DIN-Tage 2015: Zu den musikalischen Highlights gehörte unter anderem der Auftritt der Blues Brothers Revival Band am Neutor. FOTO: Jochen Emde
Dinslaken. Bei schönstem Sommerwetter kamen am Wochenende unzählige Besucher zum traditionellen Stadtfest.

Ganz schön sportlich wurde es bei den DIN-Tagen in diesem Jahr - und das bei hochsommerlichen Temperaturen. Da musste Moderator Erwin Klosterköter, alias Herbert Menzel von Restkultur, auf der Volksbank-Bühne am Neutor auch schon mal seine Sportlichkeit durch eine Kniebeuge beweisen. Der Hüftschwung klappte ebenfalls gut, beim Auftritt der Zumba-Truppe von Lifefit sah es dann aber doch etwas professioneller aus. "Jetzt kommt was für richtige Männer", kündigte Zweit-Moderator Klaus-Dieter Kawenzmann, mit wahrem Namen Thomas Hecker und ebenfalls von Restkultur, die nächste Gruppe an. Die Kids der Kampfsportakademie zeigten, wie sie boxen können, und schwangen ihre Beine bis zur Nasenspitze. "Es ist mal wieder eine wunderbare Form, sich zu begegnen - Sport trifft auf Kabarett", so Hecker.

An den vielen Ständen rund um die Neutorgalerie konnten sich die Besucher nach Taschen, australischen Hüten oder Schmuck umsehen. Für Kinder interessanter waren die Jugend-DIN-Tage am Rutenwall. Zurückrollende Reifen, fliegende Stäbe und drehende Teller - im Zirkuszelt von Malabarista standen die kleinen Kinder mit großen Augen und ließen sich von Zirkus-Profi Bart erklären, wie sie die Tricks üben können. Selbst der Papa wollte mal Seilbalancieren, während die Tochter den Hula-Hoop-Reifen kreisen ließ. Einige Meter weiter brachte ein Clown Familien zum Lachen, und auf der Hüpfburg konnten sich die Kinder austoben. Wer es ruhiger mochte, bastelte am Stand des ND-Jugendzentrums einen Doppeldecker aus Holz oder bemalte etwas weiter eine Tasse.

Entspannt ließ es sich vom Neutor bis zum Altmarkt laufen. Ein Clown mit Akkordeon sorgte für die passende Atmosphäre des Stadtfestes. Auf der Duisburger Straße standen altbekannte Stände, so wie der von Silke Altmann. Mit ihren Kinderschuhen aus Leder - mal rosa mit Blümchen, mal blau mit Elefanten - kommt sie seit sechs Jahren zu den DIN-Tagen. "Ich habe angefangen, für meine Tochter Schuhe zu machen, deshalb der Name Stella Shoes, daraus entwickelte sich eine Geschäftsidee", erzählte Altmann.

Seit mehr als 25 Jahren lassen Klaus Siepmann und Co. auf der Bühne die Blues Brothers auferstehen. Auch am Samstagabend waren sie am Neutor wieder "Still on a Mission" und bekehrten wohl auch noch den letzten DIN-Tage-Besucher zum Blues. Die Stimmung war auf jeden Fall grandios wie das Wetter der warmen Vollmondnacht. Klaus Siepmann bleibt der Veranstaltungsszene in Dinslaken, speziell der DIN-Event, übrigens erhalten: Er gab bekannt, dass er der neue technische Leiter in der Kathrin-Türks-Halle ist.

Am Altmarkt ging es auf der Sparkassen-Bühne wieder sportlich mit Tanzgruppen zu. Die Teeny Weenys von Funkys Dance-Point hüpften schon mit drei Jahren zu der Musik, die etwas älteren Maxi Kids präsentierten einen Zusammenschnitt verschiedener Choreographien.

"Seven Nations Army" ist eine perfekte Soulnummer. Wen diese Einschätzung überrascht, der war am Samstag nicht bei Soul United auf dem Altmarkt dabei. Die Band überzeugte durch raffinierte Arrangements - und die ein oder andere überraschende Liedauswahl. Nica zog auf der Bühne mit ihrem Gesang alle Register. Sie machte sich durch ihre Technik Coversongs zu eigen. Damit boten The Hashtags feat. Esther Kim & Nica zu später Stunde auf der Sparkassenbühne Am Altmarkt beides: Gute Rock/Pop-Musik und Party. Bei Schnier spielte Toetie aus den Niederlanden Partymusik mit Posaune und Akkordeon, und vor der Kneipe drängten sich nicht nur die Gäste ums Bier. Einige verwandelten die Eppinghovener Straße kurzerhand zur Tanzfläche.

Der perfekte Ort für eine Pause war das Faire KulturCafé im Burginnenhof. Bei Flammkuchen oder einem Kaffee ließ es sich im Schatten aushalten, besonders bei Unterhaltung von Kordula Völker. Nachdenklich, aber immer mit einer Prise Witz gestaltete sie ihr Programm, denn: "Die schönsten aller Wunder bewirkt nun mal der Humor."

(schur/bes)
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