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Dinslaken
Gartenschule packt die Umzugskisten aus

Dinslaken: Gartenschule packt die Umzugskisten aus
Auf Schulleiterin Annegret Preiß und ihr Team wartet noch viel Arbeit, bevor der Unterricht am Dienstag beginnen kann. FOTO: Heiko Kempken
Dinslaken. Bis zum Sommer 2017 werden die Kinder in der ehemalige Jeanette-Wolff-Realschule unterrichtet. Von Rita Meesters

Handwerker sind an vielen Stellen noch bei der Arbeit, in den Räumen stapeln sich Hunderte von Umzugskisten, im zukünftigen Ganztagsbereich sind Mitarbeiter damit beschäftigt, Kartons auszupacken und die Räume herzurichten. Nur noch wenige Tage, dann startet der Unterricht der Gartenschule am Übergangsstandort in der ehemaligen Jeanette-Wolff-Realschule. Im vergangenen Sommer war die Schule schon einmal mit Sack und Pack umgezogen - doch noch vor Unterrichtsbeginn musste alles nach einem Brand wieder rückgängig gemacht werden. Nun soll die Gartenschule bis Sommer 2017 bleiben.

Für die Kinder, Lehrer und Ganztags-Personal bedeutet dies eine große Umstellung: "Die größte Schwierigkeit wird wohl, dass die Kinder sich hier zurechtfinden", ahnt Schulleiterin Annegret Preiß. Auch auf die Verkehrssituation in der zentralen Lage werden alle Beteiligten ein Auge haben.

Das Gebäude und der Schulhof sind nicht für eine Grundschule konzipiert, alles ist größer, verwinkelter und damit verwirrender für die Kinder. An den Türen hängen Wegweiser mit Bildern der Tiere, nach denen die Klassen benannt sind. Am Dienstag, dem ersten Schultag, werden die Lehrer den Kindern das Gebäude zeigen, damit sich niemand verläuft. Da die Lage in der Innenstadt neben dem Berufskolleg verkehrsreicher ist als die Altstadt, wird der Eingang der Schule in den rückwärtigen Bereich an die Douvermannstraße verlegt. Die Grundschüler betreten den Schulhof über einen Eingang neben der Sporthalle, getrennt von den Berufsschülern. Da kaum Parkplätze zur Verfügung stehen, werden Eltern gebeten, die Kinder an der Bachstraße abzusetzen und die letzten Meter zu Fuß zurückzulegen. Stadt und Polizei werden die Verkehrssituation in den ersten Tagen beobachten, versichert Thomas Termath, Geschäftsbereichsleiter der Stadt.

Am Montag trifft sich das Lehrerkollegium zum Auspacken der Kisten. Auch Eltern haben ihre Unterstützung zugesagt, berichtet Annegret Preiß. Einige hundert Kartons hat das Umzugsunternehmen in den Räumen abgestellt, ein Teil der Sachen ist seit dem ersten Umzug im Realschule-Gebäude geblieben. Vier durch Feuer und Löschwasser beschädigte Räume sind vorläufig nicht für den Unterricht nutzbar. Die Klassen werden im Hauptgebäude untergebracht, dafür hat die Stadt extra die Fluchtwegsituation verbessert, erklärt Benjamin Traut vom Fachdienst Schule und Sport.

Trotz einiger Einschränkungen hat der Übergangsstandort auch Vorteile: Platz ist reichlich vorhanden. Der Ganztag ist in zwei großen Räumen im Erdgeschoss untergebracht, es gibt eine Mensa mit Ausgabeküche. Das Ganztagsangebot der Schule wird mit 160 Teilnehmern (bei insgesamt 260 Schülern) gut angenommen. Positiv ist aus Sicht von Annegret Preiß auch die Lage der Sporthalle direkt neben der Schule, das gibt es an der Gartenstraße nicht. Sie steht auch dem Ganztag für Aktivitäten zur Verfügung.

Auch die Eltern sehen die Notwendigkeit des Umzuges und tragen die Entscheidung mit, so Schulleiterin Preiß. Und schließlich winkt allen nach 15 Monaten Provisorium die "Belohnung": Die Rückkehr in das dann umfangreich sanierte Stammgebäude der Gartenschule.

Quelle: RP
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